Windkraftwerk bei Ardestorf

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Uhu

Beitragvon Sherlock » Fr 22. Jul 2016, 14:17

Werte Damen und Herren:

Das Greifvogel-Problem ist gelöst!
- Der Buxtehuder Uhu bekommt eine Karte und darf nach Flugplan fliegen:

http://www.tageblatt.de/lokales/buxtehude_artikel,-Fledermaeuse-und-Uhus-im-Fokus-_arid,1233408.html

Mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung

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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Sherlock » Mi 19. Okt 2016, 14:39

Werte Damen und Herren:

Heute Abend wird die Windkraftnutzung beschlossen:


https://www.neu-wulmstorf.de/allris/vo0 ... LFDNR=2785

Mit verbindlichen Grüßen

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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Porrohman » Sa 22. Okt 2016, 11:10

Sherlock hat geschrieben:Werte Damen und Herren:

Heute Abend wird die Windkraftnutzung beschlossen: ...


Na, dann hoffen wir mal, dass der Bau baldmöglichst beginnen kann, ich habe nämlich gehört, dass in Norddeutschland ein Windstromüberangebot herrscht und daher die Anzahl der noch zu bauenden Windkraftanlagen reduziert werden soll.
Da heißt es mitnehmen was geht, die Grundstücksbesitzer rechnen schließlich mit den Pachtgebühren und die Firma Windstrom mit den Subventionen :jester: :wink:

Vermutlich um einen optischen Ausgleich zu den filigranen, schattenwurfreien und lautlosen Windkraftanlagen zu schaffen, musste heute auf Anweisung durch die Gemeinde in einer Spielstraße in Ardestorf ein wunderschöner, großer alter Laubbaum auf einem Privatgrundstück gefällt werden.
Grund: Ich weiß nicht, vermutlich weil im Herbst die Blätter im Wendehammer liegen oder Äste die Abfallentsorgungswagen behindern ... :roll:
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Sherlock » Do 8. Dez 2016, 00:21

Porrohman hat geschrieben:Na, dann hoffen wir mal, dass der Bau baldmöglichst beginnen kann, ich habe nämlich gehört, dass in Norddeutschland ein Windstromüberangebot herrscht und daher die Anzahl der noch zu bauenden Windkraftanlagen reduziert werden soll.

Hochverehrter Porrohman:

Die Energieparkmanagerin hat den Fernlehrgang erfolgreich abgeschlossen:
Bild

Der "Bürgerwindpark" wird durch die BürgerEnergie Buxtehude eG (BEB) erschlossen, auch Ardestorfer Geldgeber dürfen Genossenschaftsanteile erwerben.


Porrohman hat geschrieben:...und die Firma Windstrom mit den Subventionen :jester: :wink:

Die BürgerEnergie Buxtehude eG arbeitet daran:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/S ... b=true.pdf

Mit verbindlichen Grüßen

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Bürgerwindkraftwerke bei Ardestorf

Beitragvon Retnüg » So 11. Dez 2016, 12:47

Hallo Fories,

am Mi, 14.12.2016 darf sich die BuxtehuderEnergiegenossenschaft im Rathaus vorstellen.
Gemeinde hat geschrieben:Die BürgerEnergie Buxtehude eG (BEB) ist an die Gemeinde herangetreten, um sich und ihre verschiedenen Aktivitäten mit möglichen Kooperationsfeldern einmal vorzustellen, aber auch konkret zum Thema “Bürgerwindpark“ hinsichtlich der anstehenden Windenergieprojekte in der Gemeinde Neu Wulmstorf vorzutragen.


Es müssen noch einige Genossenschaftanteile, an die in Ardestorf untergebrachten Einwohner, verkauft werden, ein Geschäftsanteil beträgt 200,00 €.
Weitere Gelder können in der neuen Betreibergesellschaft, die NeuWulmstorfer Bürgerwindpark GmbH & CO. KG, eingebracht werden.

Gruß

G.

Wenn das Geld im Kasten klingt, Eure Seele in den Himmel springt
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Robin Hut » Do 22. Dez 2016, 13:41

Hallo Bürgerfreunde!

Die Ardestorfer möchten keine Windräder

Das Hamburger Abendblatt hat geschrieben:
ARDESTORF
Anwohner wehren sich gegen geplanten Windpark
Bürger können sich an Windstrom wenden


Von Bianca Wilkens


Ardestorf. Wer nach Ardestorf fährt, sieht sie schon von weitem am Horizont. "Wir können in keine Richtung mehr schauen, ohne auf Windräder zu stoßen", sagte Marion Guckelsberger (53). Und jetzt sollen noch mehr kommen. Die Firma Windstrom mit Sitz in Oyten möchte einen Windpark mit drei Anlagen zwischen Immenbeck Elstorf und Daensen errichten. Außerdem beabsichtigt das Unternehmen EnergieKontor ein weiteres Windrad zwischen Elstorf und Grauen zu bauen.

Die Anwohner reagieren mit heftigem Protest. Sie sorgen sich um die Wildvögel. "Uns geht es in erster Linie um den Naturschutz", sagte Gordon Franz (47). Die Windräder in Ardestorf sollen ganz in der Nähe der Hühnerställe von Geflügelhofbesitzer Henner Schönecke aufgestellt werden.

Und die sind so etwas wie eine Futterstelle für Wildvögel. Jedes Jahr verliert Schönecke rund 1000 Hühner an die Vögel. Deshalb sehen auch die Anwohner von Ardestorf die geplante Fläche als ungeeignet an. Zumal sie auf den Spaziergängen ins Grüne mehrfach windkraftsensible Greifvögel gesichtet hätten.

"Wie kann es überhaupt zu einer Ausweisung des Gebiets kommen, obwohl wir dort regelmäßig windkraftsensible Vögel beobachten", fragte Marion Guckelsberger (53) bereits im jüngsten Bau- und Planungsausschuss. "Wir als Spaziergänger sehen die Vögel, aber die Gutachter sagen, sie seien nicht da", kritisiert auch ihr Nachbar Gordon Franz.

Der Landkreis Harburg als Genehmigungsbehörde sah in seinen Untersuchungen tatsächlich keinen Grund, die Vorrangfläche für Windkraft im Regionalen Raumordnungsprogramm auszuschließen. In dem Papier räumen sie zwar ein, dass Kiebitze und Rotmilan im Umfeld gesichtet worden seien.

"Der Rotmilan wurde auf Nahrungssuche beim Überflug erfasst und der Kiebitz mit zwei Brutverdachten", heißt es wörtlich. Aber: "Diese Form der Nachweise führen nicht zu einem Ausschluss der Flächen."

Auch die Freilandhühner vom Geflügelhof Schönecke werden in dem Papier behandelt. "Die Hühner stellen eine potenzielle Nahrungsquelle für Greifvögel dar, die windkraftempfindliche Vogelarten anlocken könnten", heißt es im Regionalen Raumordnungsprogramm. Auf nachgelagerter Ebene sei detailliert die Freilandhühnerhaltung als potenzieller Futterplatz für windkraftempfindliche Vogelarten zu untersuchen.

Damit liegen jetzt die Hoffnungen der Anwohner auf die Gemeinde Neu Wulmstorf. Zwar hat die Gemeinde keinen Spielraum in der Flächennutzungsplanänderung. Sie ist verpflichtet, ihren Flächennutzungsplan an das Raumordnungsprogramm anzupassen. Es bleibt ihr also nichts anderes übrig, als die Windkraftflächen in den Flächennutzungsplan aufzunehmen.

Aber die Gemeinde nimmt jetzt darüber hinaus eine eigene Standortanalyse für die Windenergienutzung vor, um so ein Steuerungsmittel in der Hand zu haben, sollte das Regionale Raumordnungsprogramm unwirksam werden. "Mit dem Bauleitverfahren klären wir letztendlich selbst ab, ob die Windkrafträder an der Stelle machbar sind oder nicht, ob dem etwas entgegen steht oder nicht", sagte Thomas Grambow (SPD), Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses.

Der Gemeinderat fasst dafür in seiner heutigen Sitzung, 19.30Uhr, im Ratssaal des Rathauses, in Neu Wulmstorf voraussichtlich den Aufstellungsbeschluss. Danach haben Anwohner und Träger öffentlicher Belange, darunter auch Naturschutzverbände, die Möglichkeit, ihre Bedenken und Anliegen zu äußern.

Für Joachim Mrotzek, Geschäftsführer der Firma Windstrom, bedeutet das: weiter Abwarten. Er betont, dass mehrfach untersucht worden sei, ob die Windkraftanlagen eine Gefahr für den Naturschutz darstellten. "Es hat diverse Gutachten von der Naturschutzbehörde und von uns gegeben", sagte Mrotzek. "Alle kamen übereinstimmend zu dem Schluss, dass keine avifaunistischen Belange gegen die Windkraftanlagen sprechen."

Doch die Anwohner misstrauen den Gutachten. Wilhelm Hartmann, Mitglied des Neu Wulmstorfer Bündnisses für Greifvögel, der bereits in der Vergangenheit gegen den geplanten Windpark vorgegangen ist , fand besonders deutliche Worte: "Hier wird getrickst."

Das Unternehmen Windstrom bietet allen interessierten Anwohnern an, ihre Bedenken und Anliegen direkt per Telefon unter 04207/699080 mitzuteilen. Insgesamt handelt es sich um drei Potenzialflächen, die zusammen rund 50 Hektar groß sind.

Die Windkraftanlagen sollen knapp 200 Meter hoch sein. Neben Ardestorf sind noch drei weitere in Daensen geplant.

(bwil)




Gruß
Robin
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Porrohman » Di 27. Dez 2016, 21:55

Ich habe vergangene Woche mal die Ratssitzung besucht, in erster Linie natürlich wegen der Windmühlenproblematik.

Neben dem üblichen Politiker-BlaBla ("Wir wollen die Mühlen auch gern weiter weg haben ...", "Wir wollen die Bürger beteiligen ...", "Endgültige Entscheidungen sind noch zu treffen ...") haben sich bei mir zwei Eindrücke manifestiert:

1. Tier-/Naturschutz-Belange sind irrelevant.
Das Problem, dass es dort haufenweise windenergiesensible Vogelarten gibt, wird ignoriert bzw. dadurch "gelöst", dass die Kosten für das ggf. neu zu erstellende Gutachten vom Ersteller der Windmühlen getragen werden. Was das bedeutet, kann man sich denken. Der im Nachgespräch genannte Gutachter soll zumindest einen ziemlich eindeutigen Ruf haben.

2. Die Politik trägt die Interessen der Windraderstellerfirma weitgehend mit.
Der zuständige Politiker, Herr S., der auch schon bei dem als Informationsveranstaltung getarnten Werbeauftritt der Firma Windstrom in Elstorf ganz aktiv war, hat auch am Donnerstag wieder ganze (Lobby-)Arbeit geleistet. Die Art und Weise, wie die Anfrage der einzigen Fragestellerin bei der Einwohnerfragestunde (max. auf 30 Minuten begrenzt) abgefertigt wurde, war symptomatisch.

Ist aber - wie gesagt - meine ganz persönliche Sicht.

Falls es im anderen Thread untergegangen ist, hier nochmal der link zu einem sehr interessanten Bericht, scheint irgendwie typisch ...

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Der-Kampf-um-die-Windr%C3%A4der/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=36905676
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon MalteKanebley » Mi 28. Dez 2016, 17:36

(Vorbemerkung: Ich versuche immer noch herauszufinden, wer der "zuständige Politiker Herr S." ist. Na jedenfalls wohl nicht ich :-))

Ich kann nur für mich erklären, dass ich - ganz persönlich - auf die Windkraftanlagen in Ardestorf sehr gut verzichten könnte. Mir fehlt nur aktuell der Weg dazu.

Anmerken möchte ich jedoch, dass ich es etwas seltsam finde, sich über ein Gutachten zu beschweren, bevor es überhaupt auf dem Tisch liegt bzw. noch nicht mal beauftragt wurde.

Meine Fraktion wird das Verfahren ganz entspannt abwarten. Und wenn an irgendeiner Stelle der Eindruck entsteht, dass "getrickst" wird, dann werden wir das auch benennen. Aber dafür muss das Verfahren erst mal losgehen. Das ist jetzt seit einer knappen Woche der Fall. Ich bin gespannt.
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Retnüg » Do 29. Dez 2016, 13:52

MalteKanebley hat geschrieben:(Vorbemerkung: Ich versuche immer noch herauszufinden, wer der "zuständige Politiker Herr S." ist. Na jedenfalls wohl nicht ich :-))

Hallo Fories,
hallo Malte,
die Auflösung ist relativ einfach, - es gibt bei den Ratsherren in NW keinen Herrn S., nur in der Bauabteilung gibt es einen Herrn S..
Ein hochrangiger Landespolitker, der Herr Sch. aus Elstorf ist auch sehr aktiv.

Um den Widerstand in Ardestorf zu brechen wird ein wenig Geld eingesammelt und gut verzinst, bei den Gasanlagen und den Hühnerställen hat es noch ausgereicht ein wenig Eierlikör an die Bewohner auszuschenken.

MalteKanebley hat geschrieben:Anmerken möchte ich jedoch, dass ich es etwas seltsam finde, sich über ein Gutachten zu beschweren, bevor es überhaupt auf dem Tisch liegt bzw. noch nicht mal beauftragt wurde.

Es liegen bereits Gutachten vor:
Bild
Nur noch ein wenig umschreiben, ein neues Datum einsetzen ...

Auf der Sitzung hat der Bürger W.H. auf die mangelnde vogelkundliche Kompetenz des Gutachters G.R. hingewiesen.

Gruß
G.

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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon Robin Hut » Fr 6. Jan 2017, 12:27

Hallo liebe Bürgerfreunde!

In Neu Wulmstorf ist ein Windrad umgekippt:


Das Hamburger Abendblatt stellt dazu die Frage: "Warum bricht ein Windrad wie ein Streichholz?"

Gruß

Robin
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon rannug » Sa 7. Jan 2017, 15:42

hallo MalteKanebley ,

vermisse immer noch zu sehr das mal an die Wasserenergie gedacht wird und umgesetzt wird.
Zum Beispiel an einem / deinem Fluss der fließt 24 Stunden lang , hat keine Windflaute und liefert dann keine Energie mehr!

Warum ist das so ?
Weil die Konzerne und Behörden es verhindern das Einzelne oder eine Gruppe das Wasserrecht an einem Fluss bekommen und z.b. ein Energiekraftwerk bauen dürfen !!!


Gruß
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Re: Windkraftwerk bei Ardestorf

Beitragvon MalteKanebley » Mo 16. Jan 2017, 18:51

Muss ich den Beitrag verstehen, bzw. was ich damit zu tun habe?
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Das Geheimnis der umgeknickten Windräder

Beitragvon Sherlock » Sa 18. Mär 2017, 10:40

Robin Hut hat geschrieben:Das Hamburger Abendblatt stellt dazu die Frage: "Warum bricht ein Windrad wie ein Streichholz?"


Werter Robin Hut:
Werte Damen und Herren:

Die Ursache steht fest!

SPON hat geschrieben:Neu Wulmstorf
3.1.2017: Havarie eines Windrads vom Typ DeWind D4, Baujahr 2001.
Ursache ist laut Gutachten der zuständigen Wartungsfirma Enertrag die zu träge Pitch-Reglung. Die Stadtreinigung Hamburg, die die Anlage betreibt, lässt derzeit noch ein zweites Gutachten erstellen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 37530.html



Mit verbindlichen Grüßen

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Re: Das Geheimnis der umgeknickten Windräder

Beitragvon KarstenWL » So 19. Mär 2017, 14:19

Sherlock hat geschrieben:
SPON hat geschrieben:.... Windrads vom Typ DeWind D4, Baujahr 2001.
Ursache ist laut Gutachten der zuständigen Wartungsfirma Enertrag die zu träge Pitch-Reglung.


Was zur Schlussfolgerung hat, dass man den DeWind D4, besonders bei Windböen, nicht zu nah kommen sollte, denn diese Regelung dürfe bei allen Exemplaren verbaut sein.
Tschau

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Windkraftwerk

Beitragvon Retnüg » Mi 22. Mär 2017, 15:18

KarstenWL hat geschrieben:Was zur Schlussfolgerung hat, dass man den DeWind D4, besonders bei Windböen, nicht zu nah kommen sollte, denn diese Regelung dürfe bei allen Exemplaren verbaut sein.


Hallo Karsten,

es sind nicht nur DeWind- Anlagen umgekippt, auch eine Tacke TW1,5 und eine General Electric GE1.5 wurden dauerhaft abgeregelt.

Windpark Briest 3.1.2017:
Ein abgebrochenes Rotorblatt an einer Windanlage des Typs GE 1.5sl, Baujahr 2002, führt zu einer Sperrung der Bundesstraße 166 zwischen dem Autobahnkreuz Uckermark und Schwedt. Der Betreiber der Anlage, die deutsche EnergieKontor AG, vermutet als Ursache einen Sensordefekt in der Pitch-Regelung.


Windpark Sitten 27.12.2016:
Havarie einer Windanlage vom Typ Tacke TW 1,5, Baujahr 1999, Ursache ist nach Angaben des Betreibers Rasmus GmbH die zu träge Pitch-Reglung


Grischow 11.12.2016:
Havarie einer Windanlage vom Typ Dewind DE 48/600, Baujahr 2000. Ursache ist laut Gutachten der zuständigen Wartungsfirma Enertrag die zu träge Pitch-Reglung. Der Windenergiefonds Rakow, der die Anlage betreibt, gab dazu keinen Kommentar ab.


Bei Starkwind werden die Flügel so verstellt, dass bei höheren Windgeschwindigkeiten die Nennleistung konstant bleibt und nicht überschritten wird.
Bei Sturm(über 19m/sec 8Bft ) werden die Anlagen über die Blattwinkelverstellung(Pitch-Regelung) komplett abgeregelt.
Hat wahrscheinlich nicht richtig funktioniert(VW-Software?) und daher hat sich die Anlage zerlegt!


Gruß

G.
Wenn rohe Kräfte sinnlos walten, fangen Elektriker an abzuschalten.
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