Pestizide in Neu Wulmstorf

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Faktencheck: Gentechnik-Soja - Zulassungbetrug

Beitragvon Robin Hut » Sa 23. Dez 2017, 00:13

Hallo Bürgerfreunde,

schon wieder ein Zulassungsbetrug:

testbiotech hat geschrieben:




Fakten: https://www.testbiotech.org/sites/default/files/Faktencheck%20Gift-Soja%20Dezember%202017.pdf

Mitmachseite: https://www.testbiotech.org/gentechnik-grenzen/soja-importe-stoppen

Gruß
Robin
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 26. Dez 2017, 16:31

Hallo Robin,

vielen Dank für diese anschaulichen Hinweise, die in der Tat Mensch anders kaum erhält.

Schon im September 2015 veröffentlichte die ÄRZTEZEITUNG interessante Fakten zu Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Multipler Skelerose (MS) und Stoffwechselvorgängen im Darm, guckst du hier

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... 1121430091

und

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... 1121430091

Und der Springer-Verlag dürfte sicherlich nicht als chemieindustriefeindliches Medium gelten. Aber auch hier gilt - nur wenige wissen davon und kaum jemand interessiert's. Selbst der Bauhof in Neu Wulmstorf will sich Pestizide nicht verbieten lassen und die überwiegend konventionell arbeitenden Landwirte Neu Wulmstorf könnten sich u.U. unter Druck gesetzt fühlen. Die stereotype Aussage "alles völlig harmlos ..." könnte ebenso arg ins Wanken geraten. Also gilt weiterhin: " Weiterdenken, Konsum lenken!"

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Wir haben es satt!

Beitragvon Robin Hut » Di 16. Jan 2018, 16:28

Hallo Bürgerfreunde,

es geht nach Berlin!

Bild

https://www.wir-haben-es-satt.de

Gruß
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon Fred » Di 16. Jan 2018, 23:28

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » So 4. Feb 2018, 17:04

Bisher haben wir hier immer nur über die überwiegend konventionell aufgestellte "Landwirtschaft in Neu Wulmstorf" gesprochen. Da dürfte es an der Zeit sein, den Schleier der Anonymität etwas zu lüften. Schließlich gibt es bei EU-Subventionen eine gesetzliche Pflicht zur Veröffentlichung, detaillierte Informationen findet ihr hier

https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche

Insgesamt flossen im Zeitraum 16.10.2015 bis 15.10.2016 Gesamtzahlungen an EU-Prämien in Höhe von 963.824,10 € in die Taschen der landwirtschaftlichen Betriebe in Neu Wulmstorf, die sich auf 50 Empfänger verteilen. Die TOP 5 teilen knapp über 30 % der Zuwendungen unter sich auf, ohne Berücksichtigung familiärer oder betrieblicher Kooperationen. Kuriosität am Rande - die TOP-Empfängerin Wiegers Mojen GbR ist zwar der Plz von Neu Wulmstorf zugeordnet, als Ort wird jedoch Ludwigslust (Stadt) angegeben. Wie das zu erklären ist entzieht sich leider meiner Kenntnis. Vielleicht kann irgendjemand nähere Auskunft geben.

Die einzelnen Gesamtbeträge setzen sich aus verschiedene Prämienarten zusammen und haben daher nur beschränkte Aussagekraft. So beinhaltet die Gesamtsumme beispielsweise auch das Greening, für das die Betriebe bestimmte Mindestanforderungen an Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen für aktivierte Agrarflächen einhalten müssen und das 27,2 % der Gesamtförderung ausmacht. Dass die Einhaltung der bestehenden EU-Verordnungen und Richtlinien des Natur-, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutzes sowie die Vorgaben zur Erosionsvermeidung und die Maßnahmen zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und zum Gewässerschutz laufend und streng überprüft werden, halte ich allerdings für einen frommen Wunsch - wie an anderer Stelle in diesem Beitrag schon exemplarisch nachgewiesen wurde. Andernfalls dürften wir die Probleme mit dem Oberflächenwasser, der Bodenverödung, den Baumschäden, der schleichend steigenden Kontamination des Grundwassers und der sich stetig verschlechternden Biodiversität gar nicht haben oder - die Anforderungen sind nicht ausreichend für den Erhalt oder die Wiederherstellung einer intakten Umwelt. In dieser Beziehung glänzt deutsche Politik ohnehin mehr durch Worte als durch Taten, wie erst jüngst wieder beim Thema Luftreinhaltung zu beobachten ist.

Die veröffentlichen Daten werden nach zwei Jahren gelöscht und sind daher auch nur über zwei Jahreszeiträumen abrufbar. Mit Ablauf der 2-Jahres-Frist verliert somit auch dieser Text seine Gültigkeit. Interessant ist jedoch, dass im Betrachtungszeitraum nur 2,1 % der Zuwendungen in den ökologischen Anbau flossen. Das liegt aber schlicht daran, dass wir in Neu Wulmstorf nur einen Vollerwerbs- und zwei Nebenerwerbs-Biobetriebe haben, wie den Daten leicht zu entnehmen ist - einfach bei den Suchkriterien "ELER: Ökologischer Landbau" eingeben. Was das für die meisten Ackerrandzonen bedeutet, kann sich jeder Mensch selbst ausmalen. Um mich keinem Verdacht eines Datenmissbrauchs auszusetzen, erspare ich mir hier jede weitere Kommentierung. Sinn dieser Transparenzmaßnahme ist schließlich, dass die Bürgerinnen und Bürger sich ein eigenes Bild machen können - also viel Spaß beim Durchstöbern der Daten ...!? Es wundert mich nur immer wieder, dass es keinerlei öffentliche Hinweise auf diese frei zugänglichen Daten gibt.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » So 18. Feb 2018, 17:59

... und wer mehr Hintergrundinformationen möchte, dem sei dieses Buch empfohlen. Es erscheint in Kürze (26. Februar 2018) und kann vorbestellt werden.

Bild

sowie hier

Bild

es geht auch anders ... statt weiterhin zum Artensterben, zur Bodenverödung und Gesundheitsschädigung beizutragen - und dafür auch noch Greening-Prämie einzustecken, um dadurch einigermaßen finanziell über die Runden zu kommen. Absurder geht's wirklich nicht.
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Pestizide

Beitragvon Retnüg » Do 22. Feb 2018, 22:24

Hallo,

der massive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft gefährdet Bienen und andere Insekten. Um rund 76% ist deren Zahl in den letzten 30 Jahren zurückgegangen. Geht diese Entwicklung so weiter, drohen ganze Ökosysteme zu kollabieren.

In Kürze entscheiden die EU-Staaten darüber, ob drei besonders giftige Wirkstoffe nicht mehr im Freiland verwendet werden dürfen. Eines dieser Bienengifte und zwei weitere Stoffe aus der Gruppe der Neonicotinoide könnten sogar ganz ihre Zulassung verlieren.

Schreibe jetzt der Bundesregierung, damit sie in Brüssel gegen das Gift und für den Schutz der Bienen und Insekten stimmt. Hier kannst Du mitmachen: https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/platzverweis-fuer-bienengifte


Gruß
G.

Auch eine schwarze Kuh gibt weisse Milch.
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mi 7. Mär 2018, 13:34

Vielleicht lässt sich die neue BRD-Regierungriege von der EFSA (European Food Safty Authority) überzeugen, siehe

https://www.efsa.europa.eu/de/press/news/180228

Demnach erhärtet sich auch auf höchster EU-Ebene die Erkenntnis:

Neonicotinoide: Risiken für Bienen bestätigt

Irgendwann haben auch die hartnäckigsten Leugner (in der Tat sind es überwiegend Männer - Zufall?) keine Chance mehr ...!?

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Do 22. Mär 2018, 14:59

Neueste Nachricht aus Frankreich - siehe

https://www.reuters.com/article/us-fran ... SKBN1GW26R

Titel der Meldung: Im ländlichen Frankreich verschwinden die Vögel in schwindelerregendem Tempo

von der Nachrichtenagentur REUTER, momentan leider nur in englischer Sprache.

Schau'n wir doch mal, was das Macron-Merkel-EU-Dreamteam dazu sagt?!
Wie hier schon erwähnt, ist in Deutschland ähnliches zu beobachten.

Michi

P.S. an alle Fories:
Vielen Dank für das rege Interesse! :up: :up: :up: Bald haben rein rechnerisch alle Menschen in Neu Wulmstorf einmal hier zugegriffen, das hättte ich nie für möglich gehalten. Gern werde ich euch weiter aktuelle, brisante und aufschlussreiche Nachrichten zukommen lassen. Bleibt dran - und wenn ihr selbst mal was Interessantes findet, immer her damit. Aber achtet bitte immer auf die Seriösität der Quelle und dass es sachlich und informativ ist und keine Hetze oder Polemik. Unsere Landwirte stehen allesamt mit dem Rücken zur Wand und wir sollten sie nicht noch zusätzlich an den Pranger stellen sondern, wo immer möglich, mit ihnen zusammenarbeiten. Im Fokus meiner Befürchtungen stehen Agrarpolitiker und Verbandsfunktionäre, die hartnäckigst jedes Hinterfragen verweigern und die bestehenden EU-Richtlinien ignorieren oder deren nationale Umsetzung verzögern oder gar innerlich aus Uneinsichtigkeit verweigern. Was bei der Stromversorgung machbar ist, warum nicht auch bei den Nahrungsmittel ...!? siehe http://www.daserste.de/information/wiss ... e-100.html
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 30. Mär 2018, 16:34

Hallo Fories und Interessierte,

unser Trinkwasser ist immer noch ok, keine Bange - aber hier der neueste Nährstoffbericht der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWKN), siehe

https://www.lwk-niedersachsen.de/index. ... 32137.html

und hier ein interessanter Artikel über eine brisante Studie zu Nitrat und Darmkrebs

https://www.aerztezeitung.de/medizin/kr ... 2123997814

Deshalb habe ich zunächst den Nährstoffbericht auf Nitrat durchforstet - und siehe da, auf Seite 42 ist ein Nitrat-Minderungbedarf von insgesamt 269 Tonnen Nitrat im Landkreis Harburg ausgewiesen. Schenkt Mensch der dänischen Studie Glauben, dürfte der Nitratminderungsbedarf sogar noch deutlich höher ausfallen. Meine entsprechende Bürgeranfrage an Verwaltung, Politk und Wasserversorger ist raus - ich halte euch auf dem Laufenden!

Das Problem beim Nitrat sind die in unserem Darm bei der Reduktion durch Bakterien zu Nitrit entstehenden Nitrosaminen, die allgemein als krebserreged eingestuft werden. Sie erhöhen das Krebsrisiko zusätzlich zu den üblichen Risikofaktoren wie z.B. Übergewicht, Tabak- und Alkoholkonsum, Nähr- und Ballaststoffdefizit, Bewegungdefizit, Stress und psychische Belastungen.

Desweiteren steht noch auf Seite 45 des Nährstoffberichts (rechte Spalte, 2. Absatz) Folgendes

"Grundsätzlich ist festzuhalten, dass, sofern nitratbelastetes Wasser aus den Böden über die Sickerwasserzone das Grundwasser erreicht, durch den Prozess der Denitrifikation erhebliche Nitratmengen abgebaut und in diesem Zuge weitere unerwünschte chemische Reaktionen und Verlagerungsprozesse bewirkt werden. Allerdings ist nicht überall im Untergrund ein natürliches Abbaupotential vorhanden und wenn, kann es in der Regel nicht regeneriert werden. Jede Form der Nitratreduktion bedeutet daher eine zunehmende Erschöpfung der Abbaukapazität. Für die Wasserversorgungsunternehmen, Wasserbehörden und Verbände stellen sich daher die Fragen, ob bzw. unter welchen Bedingungen eine Nitratreduktion stattfindet und wie lange das Nitratabbaupotential noch erhalten bleibt."

Scheint so als ob wir es u.a. durch Intensivbewirtschaftung und Agrarchemie geschwächte Böden mit einer tickenden Zeitbombe zu tun haben, wenn nicht entschlossen gegengesteuert wird ...!?
Bin sehr gespannt auf die Antworten aus Verwaltung, Politik und Wasserwirtschaft ... :wink: :?:

Mein Tip: Bemüht euch so weit wie möglich um eine gesunde, ausgeglichene Lebensweise und Lebenseinstellung - dann könnt ihr vieles wegstecken.

Michi

... und immer schön achtsam und wachsam bleiben!
michi.krause
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 20. Apr 2018, 17:06

Meine entsprechende Bürgeranfrage an Verwaltung, Politk und Wasserversorger ist raus - ich halte euch auf dem Laufenden!

Herr Nickel vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat stellvertretend und zuständigkeitshalber geantwortet.
Folgende Fragen standen zur Debatte:

1. Wie bewerten Sie diese neuen Informationen?
2. Sehen Sie Handlungsbedarf, und wenn ja – welchen?
3. Welche Minderungsmaßnahmen sind geplant oder beabsichtigt?
4. Unter welchen Bedingungen findet in der Gemeinde Neu Wulmstorf eine Nitratreduktion statt?
5. Wie lange bleibt nach fachlicher Einschätzung das Nitratabbaupotential im Gemeindegebiet Neu Wulmstorf noch erhalten?
6. Welche Maßnahmen sind zusätzlich zur natürlichen Denitrifikation zur weiteren Nitratreduktion nötig, werden durchgeführt oder sind geplant?

Hier die Antworten in verständlicher Kurzform, was natürlich etwas verfälschen kann, fragt gegebenenfalls nach:

1. Das NLKWN macht keine Bewertungen von Gesundheitsschädlichkeiten, Nitratminderung reicht aus.
2. Verweist auf Vortrags am 7.9.17 im Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt der Gemeinde Neu Wulmstorf.
3. Weiterhin Umsetzung vorhandener Programme, Verordnungen und Kooperationen zur Nitratminderung in ausgewiesener Größenordnung.
4. Im nordniedersächsischen Lockergestein so wie woanders auch. Genauere Aussagen zum Gemeindegebiet sind nicht möglich.
5. Beantwortung nicht möglich, zu aufwendig. Geht nur über Forschungsprojekte.
6. Durch vorhergehende Darstellungen und Vortrag beantwortet, Mensch hofft auf die Erfolge bei Umsetzung der neuen Düngeverordnung und möglichst vollständige Nitratverwertung in der Wurzelzone.

Ist das jetzt beruhigend? Für mich nicht! Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seinem Urteil (Rs. C-461/13) im Juli 2015 (also vor fast drei Jahren) zur Auslegung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entschieden, dass die Umweltziele der WRRL nicht nur programmatische Verpflichtungen der Mitgliedstaaten darstellen, sondern für jedes einzelne Vorhaben verbindlich sind. Das VerschlechterungsVERBOT und das VerbesserungsGEBOT für jede Art von Wasserkörpern ist verbindlich für ALLE nationalen und regionalen Entscheidungsträger.
Im Umgang mit der Umsetzung von EU-Richtlinien sind die deutsche Legislative, Exekutive und Judikative allerdings anscheinend ziemlich entspannt. Aktuell sollen in Brüssel 74 EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland anhängig sein, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen, siehe

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 91963.html

Was nun in den Antworten des NLWKN oberflächlich betrachtet recht zuversichtlich und zielgerichtet klingt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung eher als Suche bzw. Versuche. Wie heißt es da so schön:

"Grundsätzlich ist die Kenntnis der Systemzusammenhänge unerlässlich, um das Problem sachgerecht bearbeiten zu können. Einfache Lösungen sind allerdings nicht zu erwarten, da viele Bereiche aus Politik und Gesellschaft hier gefordert sind."

Kennen wir sowas nicht auch ...!? Wenn Menschen keine einfachen Lösungen einfallen, wie beispielsweise integrierter Anbau oder Umstellung von Lebensgewohnheiten, dann gibt es eben keine. Also stellen wir uns am besten wohl vorsichtshalber darauf ein, dass die entscheidenden Akteure weiter aneinander vorbei agieren, sich gegenseitig im Weg stehen oder schlicht nicht wirklich wissen was sie machen sollen oder können. Echter Grundwasserschutz sollte auf Dauer allerdings anders aussehen.

Michi
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 4. Mai 2018, 14:01

Aktuelle Fachmeldung aus dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL):

https://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzens ... nn=1400938

Hier der genaue Wortlaut:

"Weitere Beschränkungen für Pflanzenschutzmittel mit Neonikotinoiden

Der Ständige Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel hat am 27. April 2018 einem Vorschlag der Europäischen Kommission zugestimmt, die Verwendung der drei neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam im Pflanzenschutz weiter einzuschränken. Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen dürfen künftig nur noch in festen Gewächshäusern und zur Behandlung von Saatgut, das im Gewächshaus angebaut wird, angewendet werden. Die entsprechenden Pflanzen dürfen später nicht im Freien ausgepflanzt werden, sondern müssen bis zur Ernte bzw. Verwertung im Gewächshaus bleiben.

Entsprechende Durchführungsverordnungen der Kommission für die drei Wirkstoffe sollen 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft treten. Danach müssen die Mitgliedstaaten innerhalb von 3 Monaten die Zulassungen der Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen beenden oder entsprechend den neuen Vorgaben ändern.

In Deutschland sind aktuell 14 Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zugelassen. Neun davon sind Mittel zur Behandlung von Zuckerrüben- und Futterrübensaatgut. Ansonsten sind Spritz- oder Gießanwendungen in verschiedenen Kulturen zugelassen. Darunter sind sowohl Gewächshaus- als auch Freilandanwendungen. Da die Mittel als bienengefährlich eingestuft sind, dürfen sie nicht auf blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen ausgebracht werden.

Bereits 2013 hatte die Europäische Kommission die Verwendung der drei Wirkstoffe eingeschränkt. Seinerzeit war die Anwendung in vielen Kulturen ausgeschlossen und die Anwendung auf berufliche Anwender beschränkt worden. 2015 beauftragte die Europäische Kommission die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mit einer weiteren wissenschaftlichen Bewertung, die alle neue Daten, Studien und Informationen berücksichtigen sollte. Die EFSA veröffentlichte ihren Bericht am 28. Februar 2018; er kommt zu dem Schluss, dass es aufgrund der vorliegenden Daten keine Freilandanwendungen gibt, die als sicher für Honigbienen und andere Bestäuber eingestuft werden können."


Mal sehen wie die extrem störrische deutsche Agrarpolitik diesmal reagiert ... :zzz: :roll:

Michi

"Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung des Problems beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems." (alte indianische Weisheit)
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Do 17. Mai 2018, 19:36

Aus aktuellem Anlass:

Ein Hinweis von Jesus Christus lautete:

"... was der Mensch sät, das wird er ernten!" (Galater 6:1-4)

    :right1: Wer Klimaschutzziele ignoriert erntet Erderwärmung

    :right1: Wer Wasserschutzrichtlinien ignoriert erntet eine Klage vor dem EuGH

    :right1: Wer Richtlinien zur Luftreinhaltung ignoriert erntet noch eine Klage vor dem EuGH

Und noch ein Hinweis gab Jesus Christus:

"Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in DEINEM Auge bemerkst du nicht?" (Matthäus 7:1-5)

Soviel zur Kritik am amerikanischen Präsidenten Trump wegen Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen.

Wie heißt es nochmal in der Bergpredigt (Matth. 5-7):

"Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie sehen zwar aus wie Schafe, die zur Herde gehören, in Wirklichkeit sind sie Wölfe, die auf Raub aus sind. An ihren Taten sind sie zu erkennen. Von Dornengestrüpp lassen sich keine Weintrauben pflücken und von Disteln keine Feigen. Ein gesunder Baum trägt gute Früchte und ein kranker Baum schlechte. Unmöglich kann ein gesunder Baum schlechte Früchte tragen und ein kranker gute. Jeder Baum, der keine guten Früchte trägt, wird umgehauen und verbrannt werden. An ihren Taten also könnt ihr die falschen Propheten erkennen."

Und soviel zum CHRISTLICH-Sozialen der Regierungskoalition ... aber die anderen Fraktionen sind bei genauerem Hinsehen auch nicht besser.

Oh ja, ich weiß sehr genau warum ich nicht mehr wählen gehe! Würde Jesus Christus heute leben, wäre er bei Wikipedia vermutlich als rechter Verschwörungstheoretiker eingestuft.

Michi

Erntet Politik nur Spott und Hohn,
gründet sie eine Kommission.
Hilft auch das nicht mehr,
schickt sie das Militär.
Kann Militär dann Frieden sehen,
kann's beruhigt nach Hause gehen.
Ist Politik dann verwirrt,
hat sie sich wahrscheinlich geirrt.
michi.krause
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