Pestizide in Neu Wulmstorf

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 3. Jun 2016, 14:41

Siehe da, auch EU Abgeordnete haben gegenüber dem Grenzwert in Trinkwasser im Schnitt 17-fach erhöhte Glyphosat-Werte im Urin. Also liebe Neu Wulmstorfer, ihr seid nicht allein.

Hier findet ihr die Studie mit den Testergebnissen:

http://www.greens-efa.eu/fileadmin/dam/ ... esults.pdf

Deutschland belegt dabei einen Mittelplatz, auf den ersten 4 Plätzen sind die EU-Parlamentsmitglieder aus Kroatien, Litauen, England und Frankreich.
Bedenklich aber verständlich ist dabei, dass Vegetarier und Veganer als Konsumenten ausschließlich pflanzlicher Nahrung überdurchschnittlich hoch belastet sind.

Demgegenüber heißt es in der Neubewertung vom Bundesinstitut für Risikibewertung (BfR):

• Schnelle und komplette Ausscheidung (absorbierter Anteil im Urin, ansonsten in Faeces)
• Keine Anreicherung im Organismus

... wie geht das denn ...???

aber es wird auch dort eingeräumt: "Andere Beistoffe können höhere Toxizität der PSM bewirken!"

Quelle: http://www.bfr.bund.de/cm/343/stand-der ... as-bfr.pdf

Vielleicht sollte die BfR-Neubewertung mal neu bewertet werden ...!?

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 5. Jul 2016, 12:37

100-fach überhöhte Glyphosat-Konzentration im Honig - WISO berichtete gestern, guckst du hier

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... -Juli-2016

Wie das in der Realität aussieht und was es für Konsequenzen haben kann, erfahrt ihr hier

https://www.youtube.com/watch?v=v6KPD-_VNMg
https://www.youtube.com/watch?v=wpDusFcJU-g

Der hohe Glyphosatgehalt entsteht vor allem bei der Sikkation (Reifebeschleunigung) mit Pestiziden. Das hat wirtschaftliche Gründe.
Damit kann der Erntezeitpunkt manipuliert und der Feuchtigkeitsgehalt der Ernte gesenkt werden. Mit Pflanzenschutz hat das nichts zutun und ist daher aktuell auch sehr umstritten.

Verbieten oder einschränken bringt nichts, wenn Einsicht, Wille, Kapazitäten und Kontrolle in Neu Wulmstorf und beim Pflanzenschutzamt in Hannover fehlen - darüber wurde schon berichtet.
Aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft müssen grundlegend geändert werden, sonst hat der pestizidfreie Anbau keine Chance. Die Möglichkeit besteht, Beispiele sind hier schon einige benannt worden.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 5. Aug 2016, 16:09

"Bürger dürfen richten, was Bauern vernichten!"

https://www.bundesregierung.de/Content/ ... ttern.html

Schon interessant, wie die Bundesregierung Bürger motiviert und sensibilisiert und die Landwirtschaft mal wieder von allem Unheil reinwäscht.
Die Hauptursache durch eine überwiegend chemiehörige und -abhängigen Industrielandwirtschaft wird komplett ausgeblendet, trotz ständig zunehmender Probleme und steigendem Widerstand gegen Pestizide. Und was nützt es den Bienen und anderen Bestäubern, wenn sie geschädigt und bis in die Flügelspitzen vergiftet sich mit letzter Kraft in einen blühenden Garten oder Balkon retten, um dann dort zu krepieren oder von Vögeln gefressen zu werden, die dann selbst an dem Gift verenden. In unmittelbarer Nachbarschaft von konventionellem Anbau werden die Gärten und Balkone gleich mitbegast, dort haben derartige Pflanzaktionen ohnehin nur optischen Wert und "betrügen" das Gewissen.

Trotzdem sollten wir natürlich alle was für die Umwelt und die Natur tun, Bio-Produkte kaufen und unsere Kunstgärten und Design-Blumenkästen mehr der Natur überlassen. Die Natur hat Millionen von Jahren überlebt und wird ganz sicher auch weiter überleben. Wir Menschen werden das sicher nicht schaffen, wenn wir so weitermachen.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mi 12. Okt 2016, 14:40

Für alle die glauben, Gentechnik könnte helfen, den Einsatz von Pestiziden zu verringern oder zu vermeiden - hier ein interessanter Beitrag

https://www.youtube.com/watch?v=I882BOvGhYE

erstmals gesendet vor kurzem auf ARTE.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon Fred » Mi 12. Okt 2016, 20:00

auch auf diesem Gebiet befindet man sich wohl im kalten Krieg: Minute 32.08 - 33.10
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » So 16. Okt 2016, 12:02

:wink: Nun Fred,

als kalten Krieg - oder überhaupt als Krieg - würde ich das nicht bezeichnen wollen. Ich glaube, damit werden wir den Menschen, die in echten Kriegssituationen leben, nicht gerecht.
Die Aversion, die sicher hinter dieser Terminologie steckt, teile ich allerdings absolut. Doch ging es im Kalten Krieg um Macht und Einfluss, bei den GVO's geht es um Profite. Leider wissen nach meiner Einschätzung Vertreiber wie Montsanto nicht, was sie da in holistischer Hinsicht tun. Aber sie wissen sehr genau, was sie tun müssen, um das tun zu können und tun zu dürfen, was sie tun um ihre Profite zu maximieren. Aber mein Hinweis auf die GVO's ist an dieser Stelle nur ein Randaspekt für das oft zitierte Argument, sie könnten sich positiv auf den Einsatz der Pestizide auswirken - und genau dies ist offensichtlich nicht der Fall. Das Überlebenskonzept der Natur ist nunmal seine Vielfalt und seine einzigartige Fähigkeit zur Veränderung und Anpassung. Und leider folgen die Chemie-Konzerne der irrigen Annahme, sie könnten mit ihrem Konstruktivismus die Evolution bezwingen. Aber die Evolution beinhaltet eher spieltheoretische oder chaostheoretische Ansätzen. Deshalb werden sich Anbieter mit ihren zielfokussierten Technologien immer mit unbeabsichtigten Konsequenzen konfrontiert sehen und produzieren damit immer wieder ihr eigenes Dilemma. Leider gibt es immer noch zu viele Anwender und Konsumenten, die den Konzernen dieses Dilemma vergolden. Damit ruinieren sie nicht nur die Gesundheit von Menschen, Natur und Umwelt - am Ende ruinieren sie auch sich selbst. Aber dank unserem zinseszinsbehafteten Fiat-Geldsystem wird dieser Teufelskreis dummerweise wohl noch eine ganze Weile weiterlaufen.
Aber auf jeden Fall danke ich dir für deinen Beitrag. Es sind ja leider nur sehr wenige, die sich mit Beiträgen an diesem Thema beteiligen, obwohl sich dieses Thema enorm vieler Zugriffe erfreut - gleich hinter den Spitzenreitern "Amtliches Mitteilungsblatt" und "Asia-Perle", soweit ich das überblicke. Auch hier zeigt sich, was die Menschen am meisten bewegt: Leidensdruck oder Begeisterung! :wink:

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon Fred » So 16. Okt 2016, 23:21

danke, ist akzeptiert, es war der falsche Ausdruck / Vergleich.
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 4. Nov 2016, 11:56

Was passieren kann ...

Der nachstehend geschilderte und mit Krankenunterlagen belegte Vorfall ereignete sich im Landkreis Diepholz. Möglich überall dort, wo sich mit Pestiziden behandelte Ackerkulturen befinden, die Ackeroberfläche durch Sonneneinstrahlung erwärmt ist, ein Wetterumschwung vorherrscht und Luftbewegungen fehlen. Aus der warmen Ackeroberfläche ausgasende Pestizidwirkstoffe werden durch aufgelagerte Kaltluftschichten in Bodennähe gehalten, sammeln sich in Konzentrationen die auf Mensch und Tier toxische Wirkungen ausüben und die, wie im aktuell dokumentierten Fall soeben noch verhindert, auch mit dem Tod der Betroffenen hätten enden können.

2016.08.27 kurz nach 9:00 Uhr MESZ: Heinrich X erleidet einen akuter Zusammenbruch mit Bewusstseinsverlust.

Ort: Ein Moorsiedlerhof, umgeben von ackerbaulich genutzten Ländereien. Die Ackerfrüchte in der näheren Umgebung, Mais, Raps, Roggen und Kartoffeln im Raum Diepholz / Eydelstedt / Wuthenau
Wetterlage: Vorhergehende Tage sehr heiss, Temperatursturz um ca.10° Cel. Absolute Windstille.
Vorgeschichte: Der Betroffene hat sich kurzzeitig zu einem Kontrollgang auf seinen Hof (Aussenbereich) begeben.
Eigene Empfindungen: Die Beine wurden kalt. Beim Betreten der Hausdiele Schüttelfrost. Der Betroffene hat sich in die Wohnstube begeben und mit Decken zugedeckt. Ihm ist Übel geworden und er hat sein Badezimmer aufgesucht, hat sich dort übergeben ist dann zusammengebrochen, hat das Bewusstsein verloren.

Es wurden Krankenwagen und anschliessend der Notarzt verständigt. Im Krankenwagen wurde eine Sauerstoffmaske angelegt, der Betroffene in das Krankenhaus nach Diepholz eingeliefert. Ein Teilbewusstsein erlangte der Betroffene noch im Krankenwagen, kurz vor der Ankunft im Krankenhaus. Seiner Ehefrau berichtete, mein Mann zeigte akute Atemnot, war kurzatmig, schon leicht blau angelaufen und nicht ansprechbar.
Die Symtome decken sich mit Hinweisen aus Datenblättern verschiedener Pestizidwirkstoffe.

Anschliessende Umgebungsbeobachtungen:
Keine Insekten,im Obst keine lebenden Würmer, die vorgefundenen Würmer tot. Bei den Bienen ist ein Grossteil der Flugbienen nicht in die Beute zurückgekehrt. Am Obst keine Fruchtfliegen vorhanden, keine Vögel in Sicht. Der Wildhase, sonst regelmässiger Bewohner des Hausgartens, ist verschollen.

Umgebungsempfindungen am 27.08.2016:
Ein undefinierbarer, dumpfer, in Richtung süßlich tendierender Geruch in der Luft.

Es wurde eine Bronchopneumonie (Lungenentzündung unter Beteiligung der Bronchien) diagnostiziert, die unter anderem auch durch Einatmen von Reiz- oder Giftstoffen ausgelöst werden kann. Behandelnde Ärzte führen an Patienten mit plötzlich auftretenden und akut verlaufenden Erkrankungen oder Kreislaufzusammenbrüchen nach Aufenthalten im Freien kaum Untersuchungen durch, die den Nachweis einer Vergiftung durch Pestizidwirkstoffe erbringen oder ausschliessen würden. Der Verdacht auf Lungenarterienembolie konnte ausgeschlossen werden. Der Patient wurde nach vier Tagen stationären Aufenthalts mit Untersuchungen, antibiotischer Therapie und physikalischen Maßnahmen in beschwerdefreiem Allgemeinzustand entlassen.

Ein Krankheitsverlauf, der jeden Beliebigen in gleicher Art und Weise treffen kann, wenn die örtlichen Gegebenheiten annähernd identisch verlaufen, wie im vorangehend aufgeführten Vorfall geschildert. Der Vorfall ist vollständig dokumentiert, der Entlassungsbericht liegt vor. Der Vorfall wurde den Aufsichtsbehörden gemeldet, bisher ohne Reaktion.

Anmerkung:
Bauern achten in der Regel sehr genau darauf, wann und wie sie den Auflagen entsprechend Pestizide einsetzen. Auf nachfolgende Wetterumschwünge haben sie natürlich keinen Einfluss. Die Zeitfenster zum erlaubten Ausbringen der Pestizide sind oft sehr kurz, sodass kurzfristig enorme Mengen ausgebracht werden, wenn mehrere Landwirte gleichzeitig ihre Felder spritzen. In Neu Wulmstorf gibt es meines Wissens nach nur einen Bio-Bauer und einen integrierten Obstanbau - wäre sehr schön, wenn es mehr werden würden.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 16. Dez 2016, 18:06

Eine der Spätfolgen des Pestizideinsatzes ist die Zerstörung der Ackerboden- und Ackerrandbiologie, wie an anderer Stelle hier schon angesprochen wurde. Das führt zwangsläufig zu vermehrtem Düngemitteleinsatz. Dies wiederum führt zur Verschlechterung der Grundwasserkörper und Oberflächengewässer, wie im neuesten Bericht des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zum Nitratgehalt im Grundwasser in Niedersachsen hier nachzulesen ist:

http://www.nlwkn.niedersachsen.de/wasse ... 38698.html

Im südlichen Gemeindegebiet sind demnach Grenzwerte überschritten und eine Maßnahmenkulisse zur Nitratreduktion nach Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ausgewiesen worden. Aber da auch in der niedersächsischen Landwirtschaft und den Aufsichtsbehörden mit wenigen Ausnahmen Umweltschutzrichtlinien kaum Bedeutung haben, wie EU-Strafverfahren eindeutig belegen, wird sich auch um diese neuesten und alarmierenden Messergebnisse kaum jemand in der Gemeinde kümmern. Als es um den Härtegrad des Trinkwassers und die Gesundheit der Waschmaschinen, Wasserkocher und Heizungssysteme ging ... - ja, da war die Aufregung groß. Wären unsere Kinder und gesundheitsgeschwächten Mitmenschen Waschmaschinen oder Wasserkocher, hätten sie wahrscheinlich mehr Chancen, vor Gesundheitsschäden geschützt zu werden.
Aber vielleicht geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder ... und Politik, Verwaltung, Wasserbeschaffungsunternehmen und Menschen der Gemeinde werden aktiv, statt alles nur mit Bestürzung oder Besorgnis zur Kenntnis zu nehmen, schön zu reden, zu verschleiern, zur Tagesordnung überzugehen und/oder aus Protest AfD zu wählen.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 20. Dez 2016, 16:19

Hormongifte aus Pestiziden im Essen, eine neue Studie von Pan-Germany kann hier eingesehen werden:

http://www.pan-germany.org/download/Hor ... 161216.pdf

Gerade sollen die Richtlinien für EDC's (Endocrine Disrupting Chemicals) von der EU aufgeweicht werden.

Hier kann widersprochen werden

https://actions.sumofus.org/a/hormongifte-stoppen

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 20. Jan 2017, 15:32

Hi Homies,

Hier mal anschaulich auf Video, wie es anders geht, auch in der Landwirtschaft - sehr empfehlenswerte Anschaffung!

http://www.tomorrow-derfilm.de/

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 27. Jan 2017, 16:11

Hi Homies,

EU-Bürokraten wollen uns nach EU-Empfehlung 2017/84 der Kommission vom 16. Januar 2017 gar nicht vor Giften schützen, sie wollen die Vergiftungen nur überwachen, um Art und Umfang der Gesundheitsgefährungen besser zu verstehen - siehe

http://eur-lex.europa.eu/legal-content/ ... 84&from=EN

Dort steht unter (2)

Aromatische MKW können als genotoxische Karzinogene wirken, während einige gesättigte MKW sich im menschlichen Gewebe anreichern und zu Nebenwirkungen in der Leber führen können. Da einige aromatische MKW als mutagen und karzinogen gelten, ist es wichtig, für eine Überwachung von MKW zu sorgen, um die relative Belastung von Lebensmitteln mit gesättigten und aromatischen MKW, die stark zur Exposition über die Ernährung beitragen, besser zu verstehen.

Wie beruhigend! Wechselwirkungen z.B. mit Pestiziden, Medikamenten oder sonstigen Zusatzstoffen bleiben natürlich weiter im Dunkeln.

Und das soll gemäß Punkt 1. der Empfehlung getan werden:

Die Mitgliedstaaten sollten 2017 und 2018 unter aktiver Beteiligung von Lebensmittelunternehmern sowie von Herstellern, Verarbeitern und Vertreibern von Lebensmittelkontaktmaterialien sowie anderen interessierten Kreisen, das Vorhandensein von MKW in Lebensmitteln überwachen. Die Überwachung sollte sich auf tierische Fette, Brot und Kleingebäck, Feinbackwaren, Frühstückscerealien, Süßwaren (einschließlich Schokolade) und Kakao, Fischfleisch, Fischprodukte (Fischkonserven), Körner für den menschlichen Verzehr, Speiseeis und Süßspeisen, Ölsaaten, Teigwaren, Getreideerzeugnisse, Hülsenfrüchte, Wurst, Schalenfrüchte, pflanzliche Öle sowie für diese Produkte verwendete Lebensmittelkontaktmaterialien erstrecken.

Für unsere hochbezahlten EU-Bürokraten ist also nicht wichtig, dass unsere Gesundheit geschützt wird - wichtig ist, dass sie vielleicht doch irgendwann mal wissen wieviel, was und wie unsere Gesundheit beeinträchtigt und gefährdet wird, toll? Denn manfrau beachte, es ist alles im Konjunktiv formuliert. Es könnte schaden, muss aber nicht - und es sollte überwacht werden, muss aber nicht ...
Diese ganze Aktion kostet unser Geld, um gesünder zu leben reicht's nicht - aber die Lebensmittel werden nicht gesünder sondern nur teurer, schließlich müssen die Überwachungskosten auf die Preise umgelegt werden.

Irgendwie fühle ich mich ziemlich verarscht, geht's euch ähnlich? Dann ab zu

https://www.foodwatch.org/de/informiere ... il-aktion/

und beteiligt euch an der Aktion!

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 21. Feb 2017, 19:10

Neuester Überblick in der SZ, guckst du hier

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/g ... 336541-2#2

Die Probleme in der Landwirtschaft sind und bleiben ungelöst - Kampf und Krampf an allen Fronten ...

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon Willem Tell » So 5. Mär 2017, 18:14

Grüetzi miteinander!

Die Lebensmittel bei Aldi-Süd werden besser, alle Lieferanten wurden angeschrieben:



Für mich stellt sich nun die Frage: "Wo bleiben die vergifteten Lebensmittel?"


Euer
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » So 5. Mär 2017, 19:54

Tja, der Handel agiert, die Verbraucher*innen agieren - und nun auch ein hochgestellter Landwirtschaftsfunktionär, siehe

https://www.wz-net.de/index.php?&kat=10 ... 4&archiv=1

Der Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) Carl-Albrecht Bartmer präsentierte am Mittwoch, 1. März als Hauptredner beim achten Bauerntag in Soltau 10 von Fachleuten erarbeitete Thesen, nachlesbar unter

http://www.dlg.org/landwirtschaft2030.html

Die zum Teil durchaus selbstkritischen Denkanstöße lassen aufhorchen, sind aber auch umstritten - wie könnte es anders sein. Ich warte ja immernoch darauf, dass sich auch hier mal ein konventioneller Landwirt zu Wort meldet. Immer wieder wird eine sachliche Diskussion angemahnt, aufgegriffen wird sie von den Landwirten in Neu Wulmstorf jedoch nicht, obwohl das Interesse unübersehbar ist.

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