Pestizide in Neu Wulmstorf

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Do 24. Dez 2015, 10:37

Auch auf den Weihnachtsbäumen lauern möglicherweise Pestizide, guckst du hier ...

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... astet.html

Also - mit Abstand am Symbol der Weihnacht erfreuen.

Wie sagte der Dalai Lama, als er einmal gefragt wurde , was ihn am meisten überrascht:

Der Mensch,
denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.
Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen.
Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt.
Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt.
Er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.”

Ich wünsche allen wirklich schöne Weihnachtstage und ein wirklich gutes neues Jahr!

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 8. Jan 2016, 15:01

Das neue Jahr war gerade mal 5 Tage alt, da riskiert die ZEIT in Sachen Glyphosat mal einen Blick nach Übersee, genauer gesagt - nach Argentinien, guckst du hier ...

http://pdf.zeit.de/wirtschaft/2015-12/g ... -krebs.pdf

Aber Argentinien ist natürlich nicht Neu Wulmstorf, deshalb will es der Rat der Gemeinde seit 22. Januar 2015 gemäß Beschlusslage im Ausschuss genauer wissen, guckst du hier ...

https://www.neu-wulmstorf.de/allris/to020.asp da heißt es ...

Beschluss:
Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss stellt einvernehmlich fest, dass die Stellungnahme des Pflanzenschutzamtes nicht der Intension des Antrages entspricht. Die Verwaltung wird gebeten, nochmals einen Bericht im Sinne des Antrages (Pflanzenschutzamt, Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN) einzuholen.

... aber das Pflanzenschutzamt in Hannoer schweigt beharrlich. Wie war das noch mit den drei Affen ...!? :? Was der Bürger nicht weiß, macht ihn nicht heiß - oder wie?

Wie wäre es, wenn viele Interessierte mal direkt nachfragen bei

Dipl.-Ing. agr. Dr. Carolin von Kröcher, Leiterin Pflanzenschutzamt
Wunstorfer Landstr. 9, 30453 Hannover
Telefon: 0511 4005-2176
Zentrale: 0511 4005-0
Fax: 0511 4005-3176
E-Mail: carolin.vonkroecher@lwk-niedersachsen.de

Vielleicht geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder, sodass einer der 15 Fachangestellten, die die Ausbringung tausenden Tonnen von Pestiziden kontrollieren, dokumentieren und überwachen sollen, mal den Job macht, für den er bezahlt wird. Oder kann es sein, dass unsere Aufsichtsbehörden überfordert sind und schon lange den Überblick verloren haben ...!?
Bisher zumindest scheint der von ihnen genehmigte Bauhof-Einsatz von Garlon 4 gegen den Bärenklau am Regenrückhaltebecken in Rade das Einzige zu sein, von dem sie wissen.
Aber vielleicht täusche ich mich auch, schau'n wir mal - dann werden wir schon sehen!

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Sa 16. Jan 2016, 20:43

Wer hätte das gedacht ...

(Zitat) Artenreiche Ökosysteme sind wesentlich gesünder und produktiver als artenarme. Das hat eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern nun mit einer Analyse der komplexen Daten weltweiter Grasland-Ökosysteme herausgefunden. Die Studie entstand unter Beteiligung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sie wurde in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht. Es ist die bislang umfassendste Studie, die diesen Effekt in natürlichen Ökosystemen zeigt. Willst du mehr wissen, guckst du hier

https://idw-online.de/de/news644349

Also sollten wir uns unsere pflege- und arbeitserleichternden Monokulturen wohl doch lieber abschminken, nach dem Motto

Ist alles schön schier, fehlt die Vielfalt dir!

Da möcht' ich doch glatt meinen, lasst doch alles ruhig mal wachsen ...

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Fr 29. Jan 2016, 13:10

Sieh an sieh an ... , zumindest auf EU-Ebene reift die Erkenntnis, dass Pestizidkombinationen unter Umständen das Gesundheitsrisiko deutlich erhöhen können und daher genauer betrachtet werden müssen, guckst du hier:

://www.efsa.europa.eu/de/press/news/160127

Eine Sichtweise, die beim Bundesamt für Risikobewertung (BfR) noch nicht so recht angekommen ist, wie schon berichtet.,
Alles "intuitive Toxikologie" laut BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, nachlesbar unter

http://www.bll.de/de/der-bll/veranstalt ... el-jt-2011

Aber was, wenn auch in Neu Wulmstorf wie im übrigen Niedersachsen der Einsatz von Pestiziden kaum kontrolliert und schon gar nicht überwacht wird ... !?

Fortsetzung folgt ...

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 23. Feb 2016, 19:12

Pestizide in Neu Wulmstorf, wo manfrau sie sicher nicht unbedingt vermutet - in Tampons, Monatsbinden und sterier Gaze - guckst du hier

http://bessergesundleben.de/krebserrege ... iler-gaze/

Und die Aufnahme in den Körper über die Schleimhäute ist zig-mal höher als über die Nahrung, mit allen möglichen gesundheitlichen Folgen.

Aber es gibt auch glyphosatfreie Produkte, erkundigt euch.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mi 24. Feb 2016, 21:08

Nur noch wenige Tage und die EU entscheidet über die weitere Zulassung von Glyphosat. Hier könnt ihr protestieren!

https://www.foodwatch.org/de/informiere ... il-aktion/

Bitte mitmachen und weiterverteilen.

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Glyphosat

Beitragvon Robin Hut » Mo 7. Mär 2016, 16:49

Hallo,

heute im Fernsehen, ein Bericht über Glyphosat:


http://www.tagesschau.de/inland/glyphosat-117.html
Die Frau Krüger sagt: "Interessant ist, dass Männer signifikant höher belastet waren als Frauen.
Wenn Glyphosat aufgenommen wird, verteilt es sich im gesamten Körper einschließlich Gehirn."

Was will diese Frau damit sagen? - Darüber muß ich mal nachdenken!

Gruß

Robin
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Di 8. Mär 2016, 14:15

Es geht auch ohne Gentechnik und Pestizide, Süd-Australien ist der Beweiß, guckst du hier ...

https://netzfrauen.org/2015/03/27/topp- ... ustralien/

Zitat:
Der Landwirtschaftsminister Süd-Australiens verkündete vor kurzem die völlig „überraschenden“ Resultate eines neuen Boden-Programmes. Minister Leon Bignell beschreibt eine Technologie, die mit dem Boden und anderen organischen Stoffen arbeitet. Diese Art der Innovation, die er eine „Evolution in der Wissenschaft“ nennt, übertrifft genetische Modifikationen bei weitem, so seine Aussage.
Die Resultate des Experimentes bestätigen seine Sicht, dass ein Moratorium gegen GM-Technologie auf Dauer bestehen bleiben müsse, da nun nachgewiesen sei, das GVO überflüssig sind. Zufälligerweise nennt man die diesjährigen Tests der Regierung „Neue Horizonte“ – einige der Tests führten zu gewaltigen 300 % Erntezuwachs. Minister Bignell – der sich in die Gruppe der Gegner von GM-Technologie eingereiht hat – sagt zu der Technik:

    Anstelle nur die obersten fünf Zentimeter des Bodens zu nutzen geht man bis auf 50 cm und mehr runter. Man verwendet Tonerde oder organische Stoffe, wenn dies notwendig ist.Wir haben Erntezuwächse von 50 %, 100 % und in einigen Fällen sogar 300 % erzielt.
Obwohl er unter Druck gesetzt worden war, das Verbot von GM-Technologie für Saatgut und Pestizide aufzuheben, glaubt er nicht an deren Nutzen. Er blieb seiner Linie treu, auch wenn er als „Übriggebliebener“ bezeichnet wurde – eine gern genutzte Bezeichnung der Elite, die eigene Ziele durchsetzen will.
„Die Öffentlichkeit fast der ganzen Welt ist von GM-Technologie nicht überzeugt“, sagt er. Er ist stolz darauf, dass die Bezeichnung GVO-frei für zukunftsorientiert und den Eintritt in neue Märkte steht.


Merkwürdig, dass davon so gut wie nichts nach Europa, geschweige denn nach Neu Wulmstorf dringt!?

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mi 20. Apr 2016, 19:00

Glyphosat nicht nur im Gebiet Neu Wulmstorf sondern auch in den Menschen, laut Studie URINALE - guckst du hier

http://www.urinale.org/blog/

Und dies ist die Bewertung von Frau Dr. Anita Schwaier, Toxikologin i.R.

Glyphosat im Urin – Was lernen wir daraus?
Ergebnisse des Tests Urinale 2015
Es ist die größte bisher durchgeführte Feldstudie zum Nachweis von Glyphosat im Urin beim Menschen. Ausgewertet wurden 2.009 Proben, die nach einem validierten Verfahren (ELISA, ein Immuno-Assay) in einem akkreditierten Labor untersucht wurden. Die Analytik wurde von den Probanden selbst privat bezahlt. Zusätzlich wurden die von den Teilnehmern ausgefüllten Fragebögen ausgewertet, so dass Unterschiede für verschiedene Fragestellungen statistisch ermittelt werden konnten.
Die Aktion wurde von der Bürgerinitiative „Landwende“ initiiert und von den GRÜNEN unterstützt. Sie stieß auf ein unerwartet hohes Interesse der Bürger, denen 55 EURO nicht zu teuer war, um ihre Belastung mit Glyphosat zu erfahren.
Und das sind die Ergebnisse:
1. Es wurden die Urinproben von 888 männlichen und 1113 weiblichen Teilnehmern untersucht. Außer bei zwei Männern und 6 Frauen konnte in allen Proben Glyphosat nachgewiesen werden. Die Nachweisgrenze lag bei 0,075 Mikrogramm pro Liter (μg/l) und damit knapp unterhalb des für Trinkwasser zugelassenen Höchstwertes von 0,1 μg/l. Bei fast allen war also der Wert höher als der Grenzwert für Trinkwasser. Die Urin-Werte variierten zwischen 0,075 und 4,2 μg/l. Rund die Hälfte der Werte lag zwischen 0,5 und 1 μg/l.
2. Bedenklich ist: die höchsten Werte wurden in der jüngsten Altersgruppe festgestellt. Mit steigendem Alter sank der Gehalt, bei den Teilnehmern über 70 Jahre war er nur halb so hoch. Bei den Kindern bis zu 9 Jahren betrug der Mittelwert 1,58 μg/l, lag also fast 16-fach über dem Grenzwert für Trinkwasser. als Erklärung kommt der höhere Energieverbrauch und die damit verbundene höhere Nahrungsaufnahme oder eine höhere Aufnahme über die Atmung infrage.
3. Bei Männern lag der Glyphosatgehalt um den Faktor 1,3 höher als bei Frauen. Der Mittelwert betrug bei ihnen 1,23 μg/l und bei Frauen bei 0,95 μg/l. Als Grund für die Unterschiede wurde ein höherer Bierkonsum bei Männern diskutiert, denn auch im Bier wurde ja Glyphosat nachgewiesen, mit einem höchsten Wert von fast 30 μg/l im Hasseröder Bier.
4. Deutlich höhere Werte hatten Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind. Einen sehr geringen Einfluss hatte dagegen der Body Mass Index (BMI).
5. Regionale Unterschiede wurden nach Postleitzahl analysiert. Die höchsten Werte gab es in Mitteldeutschland (PLZ 3) und Sachsen/Sachsen-Anhalt (PLZ 0), die niedrigsten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (Postleitzahlen 7 und 5). Berlin-Brandenburg lag im Mittelfeld. Insgesamt waren die Unterschiede der Mittelwerte statistisch signifikant aber zwischen den beiden Extremen nur um den Faktor 1,25 verschieden.
6. Eindeutig, wenngleich nicht so groß wie erwartet, waren die Unterschiede zwischen Personen mit unterschiedlicher Ernährungsweise: Bei veganer und vegetarischer Ernährung lag der Gehalt im Urin niedriger, aber immer noch bei im Mittel 0,87 und 0,91 μg/l. Bei Personen mit gemischter Kost lagen die Werte im Mittel bei 1,13 μg/l.
Die Ergebnisse zeigen: Glyphosat ist überall, man kann sich dem Giftstoff nicht entziehen. Daraus ergibt sich Frage: welche Gefährdung geht von dieser Dauerbelastung aus?
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) vergleicht hierzu die Befunde mit dem NOAEL (No adverse effect level), dem Wert, der in Tierversuchen keinen erkennbaren Effekt zeigte – unter Berücksichtigung eines Sicherheitsfaktors 100. Danach liegt für das BfR die Grenze der Unbedenklichkeit bei einer täglichen Aufnahme von jetzt 500 μg pro kg Körpergewicht. Für einen 70 kg schweren Menschen wären das 35 Milligramm täglich. Wenn davon ein Drittel über die Nieren in 2 Liter Urin pro Tag ausgeschieden wird, wäre ein Gehalt von 5.800 μg/l Glyphosat im Urin noch unbedenklich. Eine Anreicherung im Körper findet nach Aussage der BfR nicht statt, obwohl die Befunde bei Rindern dem widersprechen. Die Frage ist allerdings: waren alle negativen Effekte in den toxikologischen Standard-Prüfungen erkennbar? Oder gibt es bei den toxikologischen Prüfungen blinde Flecken?

Es gibt eine Reihe von Substanzen, bei denen schwerwiegende Wirkungen nicht erkannt wurden. Berüchtigte Beispiele sind die so genannten endokrinen Disruptoren (englisch EDCs, endogene disruptive compounds). Das sind hormonartig wirksame Substanzen. Wie Hormone wirken sie bereits bei extrem niedrigen Konzentrationen. Es gibt bis heute kein behördlich akzeptiertes Testverfahren zur Erkennung dieser Substanzen für die Zulassung. Das hängt mit ihrem Wirkungsmechanismus zusammen: Hormone beeinflussen die „Übersetzung“ der Erbinformation (DNA) des Zellkerns in die sehr viel kleineren RNA-Stücke. Sie sind die Schablonen für die Synthesen der jeweils charakteristischen Proteine. Bei der Zellteilung muss das Programm der „Übersetzung“ auf die Tochterzellen mit übertragen werden, damit aus einer Leberzelle wieder zwei identische Leberzellen entstehen, aus einer Hautzelle wieder zwei Hautzellen usw. Im Gegensatz zur DNA ist aber dieses Programm beeinflussbar, und zwar schon durch minimale Konzentrationen von Hormonen und anderen Botenstoffen. Die hohe Beeinflussbarkeit des Übersetzungsprogramms bedeutet aber auch eine hohe Störempfindlichkeit. Am höchsten ist die Störempfindlichkeit während der Embryonalentwicklung, denn bei der Zelldifferenzierung ändert sich das Programm ständig. Hoch empfindlich ist auch die Entwicklung des Gehirns bei Kindern. Eine störende Substanz kann sogar Auswirkungen auf nachfolgende Generationen haben, wenn sie auf Urgeschlechtszellen während der Vermehrungs-phase der einwirkt. Denn Programmstörungen werden vererbt. Sie sind nicht reversibel. Störungen im Muster der abgelesenen Gene können auch zu Krebs führen, was durch Tierversuche bestätigt – aber vom BfR als falsch positiver Effekt deklariert wurde.

Es gibt zahlreiche Hinweise, dass Glyphosat genau an dieser Stelle, also der Übersetzung (engl. Transcription) der Erbinformation, ansetzt und daher der Gruppe der endokrinen Disruptoren zugeordnet werden muss. Wie wir jetzt durch die Ergebnisse des Urinale-Projekts wissen, ist Glyphosat im Körper ständig gegenwärtig. Es ist, wie wir von Tierstudien wissen, durch diesen hoch empfindlichen Mechanismus schon bei Konzentrationen wirksam, die mehr als 1000-fach niedriger sind, als was uns vom BfR als unbedenklich erklärt wird. Die Zivilgesellschaft hat mit dem Projekt Urinale 2015 wesentlich zu der Erkenntnis beigetragen, dass die Gefährdung durch Glyphosat völlig neu zu bewerten ist. Ein Verbot ist überfällig.
Angermünde, 12. 04. 2016
Dr. Anita Schwaier
Toxikologin i.R.
PSM_2/UrinaleAuswrt040416.docx


Na denn - "Willst du Unkraut beseitigen, nimm Körperflüssigkeiten!"

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mi 11. Mai 2016, 21:28

Übrigens ...

aus gut unterrichteten Kreisen der Politik wurde im Rahmen der Beantwortung einer Anfrage Anfang des Jahres bekannt, dass das Pflanzenschutzamt in einem unmittelbar zurückliegenden Zeitraum von 3 Jahren nur 11 Kontrollen in Neu Wulmstorf durchgeführt hat. Zu diesen Auskünften und Dokumentationen ist das Pflanzenschutzamt nach § 11 PflSchG verpflichtet, um möglichen Schaden für die Gesundheit der Bürger abzuwenden. Als Ergebnisse sind aktenkundlich festgehalten:

• Insgesamt 26 Kontrollen einzelner Parameter führten auf Kulturland (9) sowie privaten und kommunalen Flächen (2) in 6 Fällen (23 %) zu Beanstandungen.
• Handelskontrollen führten in 4 von 5 Fällen (80 %) zu Beanstandungen.

Wobei dies rein quantitative Zahlen sind. Welche Gefährdungspotenziale den Beanstandungen im Einzelnen zugeordnet werden können, kann nicht genau gesagt werden. Und dennoch … so viel zur stereotypen Aussage landwirtschaftsnaher Kreise und der Kontroll- und Aufsichtsinstanzen zum verantwortungsvollen Umgang mit Pestiziden – u.a. so wenig wie möglich und so viel wie nötig!

Aber wirklich nötig sind Pestizide nicht, siehe http://www.umweltbund.de/pflanzenbau.htm

Die Sachkunde wurde als Kontrollparameter in einem Fall (3 %) gar nicht geprüft, vergessen oder nicht dokumentiert.

HINWEIS zur Gesetzeslage:

Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) in seiner Fassung vom 06.02.2012, insbesondere dem § 3 „Gute fachliche
Praxis und integrierter Pflanzenschutz“ unter Bezugnahme auf Anhang III der EU-Richtlinie 2009/128/EG des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009, in dem es heißt:

4. Nachhaltigen biologischen, physikalischen und anderen nichtchemischen Methoden ist der Vorzug vor chemischen Methoden zugeben, wenn sich mit ihnen ein zufrieden stellendes Ergebnis bei der Bekämpfung von Schädlingen erzielen lässt.

Daraus dürfte sich doch wohl Handlungsbedarf ableiten lassen. Das, was getan wird, reicht anscheinend nicht, um Schaden vom Volk in Neu Wulmstorf zu wenden und die Gesetze von Bund und Land zu wahren. Die Zeichen mehren sich immer mehr, dass Pestizide hohe Gesundheitsrisiken darstellen. Und es darf wohl angezweifelt werden, dass das Pflanzenschutzamt bei derartigen Ergebnissen seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion gerecht wird.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon KarstenWL » Mi 11. Mai 2016, 22:16

Hi Michi,
vielen Dank für das Update. Ich muss zugeben, dass das, was ich verstehe, sehr interessant klingt, ich aber einfach davon zu wenig verstehe, weil ich nicht vom Fach bin und zu wenig Zeit habe, mich neben meinen ganzen anderen Interessen, auch noch intensiv damit zu beschäftigen. Du schaffst es aber meine Sensibiliät oben zu halten und das finde ich klasse.
Tschau

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon Fred » Fr 13. Mai 2016, 17:49

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Do 19. Mai 2016, 10:23

Vielen Dank Karsten, vielen Dank Fred,

ich freue mich sehr über jede Unterstützung und Ergänzung und in der Tat - fast 8.000 Zugriffe zeugen von einem enormen Interesse, das können nicht immer Dieselben sein.
Und in der Tat, Protest und Widerstand gegen Pestizide wird wichtiger denn je.

Wiedermal sind es die Kinder, die es offensichtlich am Härtesten trifft, siehe

http://www.panna.org/resources/kids-frontline

Leider ist diese jüngste Studie aus Amerika bisher nur auf Englisch erhältlich und solche Studien finden auch kaum den Weg in die Öffentlichkeit - vor allem jetzt, wo morgen in Brüssel über die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat entschieden werden soll, werden Meldungen wie diese konsequent unterdrückt. Deshalb nochmal die dringende Bitte, alle Petitionen gegen Glyphosat zu unterstützen.

Auf jeden Fall erhärtet sich der Verdacht, dass gerade Kinder - Ungeborene wie Geborene und Heranwachsende - ein deutlich höheres Gesundheitsrisiken tragen müssen wie gesunde Erwachsene. Pestizide sind heute allgegenwärtig, wie schon mehrfach auch hier aufgezeigt wurde. Aber erst wenn niemand mehr am Rand von konventionell bewirtschafteten Ackerflächen bauen will und deren Produkte verzehren will, werden die Bauern und die Politik aufwachen und aufhören, die Märchen der Industrie und ihrer Erfüllungsgehilfen von der Ungefährlichkeit der Pestizide zu glauben.

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mo 23. Mai 2016, 15:03

News aus dem "Glyphosat-Lobbyisten-Sumpf" gefällig ...

Interessant, was der britische Guardian herausgefunden und veröffentlicht hat, guckst du hier:

http://www.theguardian.com/environment/ ... ancer-risk

Und hier die deutsche Zusammenfassung von CAMPACT

https://blog.campact.de/2016/05/skandal ... end-haelt/

Kein Wunder, dass die Bevölkerung Politik und Mainstreammedien nicht mehr trauen, wie eine aktuelle N24-Emnid-Umfrage zeigt, guckst du hier ...

http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/ ... fremd.html

... ja, wie kommt den sowas ...!?

Michi
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Sa 28. Mai 2016, 14:50

Es geht auch anders, guckst du hier

https://www.landkreis-osnabrueck.de/der ... en-aeckern

Sollte soetwas in Neu Wulmstorf auch möglich sein ...?

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