Pestizide in Neu Wulmstorf

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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mo 11. Sep 2017, 16:07

Von den unterirdischen Problemen zurück zu den überirdischen Problemen der modernen, industriellen Landwirtschaft. Hier der neue Agrarbericht 2017 des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), über den die Politik hartnäckig schweigt:

https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/landwi ... t_2017.pdf

Hier nur die Zusammenfassungen im Orginal-Wortlaut:

2.1 Zur Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft
Der viel beklagte „Artenschwund“ in der Agrarlandschaft beinhaltet häufig eklatante Bestandsrückgänge sowie ein lokales oder regionales Verschwinden von Arten. Dies wird an den Beispielen der Ackerwildkräuter und der Vögel der Agrarlandschaft deutlich. Was die derzeit viel diskutierte Entwicklung der Insektenpopulationen betrifft, lassen die überproportionalen Bestandsrückgänge bei den Kleininsekten und Spinnen fressenden Vogelarten indirekt auf einen Rückgang der Nahrungsbiomasse schließen. Auch verschiedene weitere Studien belegen dramatische Rückgänge bei den Biomassen der Insekten in der Kulturlandschaft. Unter allen regelmäßig bewerteten terrestrischen Lebensraumbereichen ist die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft am stärksten rückläufig, bei anhaltend weiter negativem Trend, was Rückschlüsse auch auf die Landschaftsqualität zulässt.

2.2 Zustand und Entwicklung der Lebensraumvielfalt
In der Zusammenschau verdeutlichen die Ergebnisse der aktuellen Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands und des HNV-Monitorings wertvoller Landwirtschaftsflächen, dass auch auf der Ökosystemebene die Biodiversität in der Agrarlandschaft auf breiter Fläche stark rückläufig ist. Unter Druck geraten zunehmend „mittlere“ Flächen, die noch nicht in der üblichen Intensität bewirtschaftet werden und keiner Schutz- oder Förderkulisse zuzuordnen sind. Gerade in intensiv bewirtschafteten Gebieten mit knapper Fläche und hohen Bodenpreisen hat der Naturschutz zunehmend Schwierigkeiten, in der Fläche präsent zu bleiben. Mithilfe der momentan vorhandenen einschlägigen Förderinstrumente lässt sich auf diese Weise in der Agrarlandschaft nicht einmal ein Mindestniveau an biologischer Vielfalt aufrechterhalten.

2.3 Zustand und Entwicklung des Grünlands
Auch wenn lokal und regional deutliche Unterschiede bestehen, hat sich der quantitative Rückgang des Grünlands auf Bundesebene verlangsamt bzw. ist er in manchen Bundesländern sogar gänzlich gestoppt. Als Hauptproblem für die biologische Vielfalt erweisen sich jedoch die zunehmend flächendeckende Intensität der Grünlandbewirtschaftung und die damit einhergehenden qualitativen Verschlechterungen. Diese schreiten ungebremst voran. Ein alarmierendes Zeichen ist, dass mittlerweile nicht nur extensiv bewirtschaftete, sondern verbreitet auch blütenreiche Grünlandtypen mittlerer Nährstoffgehalte und Bewirtschaftungsintensitäten massiv unter Druck geraten sind.

Kommentar der BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel dazu:

"Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein. Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik."

... aber die meisten Menschen schauen lieber weg und wählen weiter die Politik, die treu und brav nach der Musik der Agrarchemie tanzt - und das Unheil nimmt weiter seinen Lauf! :zzz: :?

Michi
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Re: Pestizide in Neu Wulmstorf

Beitragvon michi.krause » Mo 25. Sep 2017, 17:51

Die Wahl ist gelaufen! Danach zum Trost oder zur Freude ein gemütliches, schönes Bier, oder!?

So schön wie früher ist das Bier allerdings meistens nicht mehr, siehe

https://www.laves.niedersachsen.de/lebe ... 57330.html

Fazit:
In 18 von 22 Bierproben wurden Pflanzenschutzmittel nachgewiesen. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass die im Hopfen- und Getreideanbau eingesetzten Pestizide offensichtlich den Brauprozess zumindest teilweise überstehen und in die fertigen Biere gelangen können.


Welche Biere besonders belastet oder eben unbelastet sind erfahren wir natürlich nicht, das wäre ja echter Verbraucherschutz. Aber für echten Verbraucherschutz ist das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit natürlich nicht zuständig. Echten Schutz gewährt das Amt offensichtlich nur Landwirten und Brauereien.
Also Leute - geht auf Nummer SICHER holt euch das Bio-Bier aus dem Bio-Markt.
Und allen, die den Volksvergiftungs- und -verdummungsparteien diesmal keine Stimme gegeben haben, herzlichen Glückwunsch und ein aufrichtiges DANKESCHÖN!!! :P :coolp:

Prost!

Michi
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