Entwicklung des Gewerbegebietes in Mienenbüttel

Aktuelle Nachrichten aus unserem Ort

Moderatoren: KarstenWL, Gina

Entwicklung des Gewerbegebietes in Mienenbüttel

Beitragvon admin » Fr 14. Dez 2007, 13:23

Der Gemeinderat Neu Wulmstorf beschließt die Entwicklung des
Gewerbegebietes in Mienenbüttel mit der Habacker Gruppe


Der Gemeinderat Neu Wulmstorf hat in seiner Sitzung am 12.12.2007 die Weichen für eine der derzeit größten zusammenhängenden Gewerbegebietsentwicklungen Deutschlands gestellt. In der südlichen Metropolregion Hamburg entsteht auf insgesamt 80 ha Gewerbefläche in Mienenbüttel an der A1 ,Abfahrt Rade, ein neues Gewerbegebiet
mit dem Arbeitstitel “Gewerbe 1 A Rade“.
Als Investor konnte die Habacker Holding GmbH & Co. KG, ein auf das Management und die Entwicklung von Logistik- und Industrieimmobilien spezialisiertes Unternehmen aus Düsseldorf, gewonnen werden.
Die Habacker Holding GmbH & Co. KG ist neben zahlreichen Projekten aus dem Logistik- und Industrieimmobilienbereich, unter anderem auch in Hamburg-Harburg, aus dem Erwerb eines großen ndustrieflächen-Portfolios von ThyssenKrupp Anfang des Jahres bekannt geworden.
Die Unternehmensgruppe wird von Frau Stephanie Habacker-Arndt und
Herrn Michael Habacker geführt.

Die Verträge wurden am Dienstag notariell beurkundet.

Für die Umsetzung des Projekts wurde seitens der Gemeinde Neu Wulmstorf mit der Süderelbe AG aus Hamburg-Harburg eine Vermarktungsvereinbarung geschlossen.
Für die Süderelbe AG, deren Immobilien Service als One-Stop-Agency länderübergreifend in der südlichen Metropolregion Hamburg agiert, geht das Projekt unter dem Namen „LogPark Hamburg“ jetzt in die nächste Phase: „Wir freuen uns, dass wir den Prozess in Rade auch weiterhin voran treiben und die Vermarktung für den Investor übernehmen können“, resümiert Wiebke Dursthoff, Projektmanagerin der Süderelbe AG.
Der Zeitrahmen für die Entwicklung, Umsetzung und Realisierung des Logistikparks in Rade ist insgesamt auf drei bis fünf Jahre angelegt, das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 250 Millionen Euro. Die Einteilung der 80 Hektar großen Fläche sieht neben Kontraktlogistik mit klein- und großflächigem Bedarf auch KEP-Dienste und Transportumschlag
sowie Services und eine Raststätte vor. Mindestens 1.600 neue Arbeitsplätze soll die Gewerbeansiedlung in die Süderelbe-Region bringen.
Thomas Saunus, zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde Neu Wulmstorf hofft allerdings, dass es ca. 2.000 Arbeitsplätze werden.
Süderelbe-Vorstand Jochen Winand zeigt sich zufrieden über die Entwicklung der Region: „Aufgrund der wirtschaftlichen Dynamik innerhalb der südlichen Metropolregion Hamburg übersteigt die Nachfrage nach Gewerbeflächen qualitativ das derzeitige Angebot,
so dass wir kontinuierlich die Entwicklung und Vermarktung neuer Areale für Gewerbeansiedlungen vorantreiben.
Für Thomas Saunus und Bürgermeister Rosenzweig ist damit ein wichtiger Meilenstein für eines der wichtigsten Projekte der Gemeindeentwicklung gelegt worden.
Bürgermeister Rosenzweig ist überzeugt, dass mit der Habacker Gruppe genau der richtige Partner für eine erfolgreiche Entwicklung gefunden worden ist.
_________________
Andreas Jantzen
Forum-Neuwulmstorf.de (Betreiber)
Benutzeravatar
admin
Site Admin
Site Admin
 
Beiträge: 2239
Registriert: Fr 12. Jan 2007, 18:21
Wohnort: de 21629 Neu Wulmstorf

Beitragvon Grille » Mi 13. Feb 2008, 15:29

Am vergangenen Montag informierte die CDU-Fraktion Neu Wulmstorf die Einwohner von Mienenbüttel und Rade über den Stand der Entwicklung des Gewerbegebietes Mienenbüttel.

Folgender Artikel erschien dazu heute im Hamburger Abendblatt:

----------------------------------------------------------------------------
Gewerbegebiet CDU informierte Einwohner aus Rade und Mienenbüttel

"LogPark Hamburg" stößt auf Skepsis

Die Bürgerinitiative "Für Mienenbüttel" will Einfluss auf die Planungen nehmen, um das riesige Logistikgelände erträglich zu gestalten.
Von Thomas Sulzyc

Rade -
Der geplante 80 Hektar große "LogPark Hamburg" an der Autobahnanschlussstelle Rade - die Einwohner in den betroffenen Neu Wulmstorfer Ortschaften Rade und Mienenbüttel sorgen sich um ihre Lebensqualität. Anlieger haben die Bürgerinitiative "Für Mienenbüttel" gegründet. Ihr Ziel: Gemeinsam mit Neu Wulmstorfs Politikern Einfluss zu nehmen und die Auswirkungen des riesigen Gewerbeparks erträglich zu gestalten

Zentrale Forderungen haben die Bürger erstmals öffentlich am Montagabend auf Einladung der Neu Wulmstorfer CDU-Fraktion vorgebracht. Knapp 100 Einwohner aus Rade und Mienenbüttel versammelten sich im Dorfgemeinschaftshaus. Ihre "Bedingungen" für den Logistikpark vor der Haustür: eine zusätzliche Autobahnanschlussstelle, um einen Verkehrskollaps im Dorf zu vermeiden, sämtliche ökologische Ausgleichsflächen in Ortsnähe und eine Ampel oder zumindest Querungshilfe an der B 3 im Ort, vor allem wegen der Kindergartenkinder. Ein weiterer Wunsch: Der Grünflächen-Puffer zwischen Siedlung und Gewerbepark solle im Besitz der Gemeinde bleiben - zur Sicherheit, sollte der Investor einmal wechseln.

Auch die CDU hat bereits Vorgaben für den geplanten "LogPark" formuliert: Die Bauhöhe solle stufenweise ansteigen. Das bedeutet: keine zwölf Meter hohen Hallen direkt vor der Siedlung. In der Nähe der Wohngebiete sollen nur Verwaltungsgebäude errichtet werden dürfen - zum Schutz vor Lkw-Lärm. CDU-Fraktionschef Jan Lüdemann brachte noch eine Lkw-Maut auf der B 3 in Rade ins Spiel. Die Feuerwehr müsse auf Kosten des Investors "aufgerüstet" werden. Außerdem will die CDU die Bevölkerung an der Namensgebung des Gewerbegebietes beteiligt sehen. Das niedersächsische Neu Wulmstorf stört sich daran, als "LogPark Hamburg" von der Hansestadt sozusagen eingemeindet zu werden.

Noch ist unbekannt, wie die Düsseldorfer Habacker Holding den Gewerbepark in Mienenbüttel gestalten will. Einen ersten Bebauungsplanentwurf werden das Unternehmen und die Gemeindeverwaltung erst am Donnerstag, 13. März, in Rade vorstellen. Weil die Details noch offen sind, blieben Fragen der Bürger unbeantwortet. Die ehrenamtlichen CDU-Gemeindepolitiker konnten keine Angaben zu den Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde oder über den zusätzlichen Lkw-Verkehr machen. Dafür ernteten sie teilweise heftigen Unmut ("amateurhaftes Verhalten"). Zu Unrecht, wie Bürgerinitiativensprecher Ulrich Meyer später betonte. Jan Lüdemann fand es trotz allem richtig, so frühzeitig in den Dialog mit den betroffenen Bürgern zu treten: "Ich will Kommunalpolitik wieder in die Stuben der Leute bringen."

Im "LogPark" in Mienenbüttel sollen nach Angaben der Habacker Holding bis 2012 mindestens 1600 Arbeitsplätze entstehen. Das erwartete Investitionsvolumen: mindestens 250 Millionen Euro.

erschienen am 13. Februar 2008

---------------------------------------------------------

Ich appelliere an die Parteien und die Verwaltung, bei aller Begeisterung über den zustande gekommenen Vertrag über die Vermarktung des Geländes, in allererster Linie das Wohl und die Lebensqualität der betroffenen Anwohner im Blick zu behalten und um die notwendige Sensibilität bei der Auswahl der anzusiedelnden Betriebe, deren Größe und Geschäftsinhalte.

Die Bürger von Rade und Mienenbüttel möchte ich dazu aufrufen, sich engagiert in die Planung des Gebietes einzubringen. Dazu besteht neben der bereits bestehenden Bürgerinitiative die Möglichkeit, zahlreich zur Vorstellung des Bebauungsplanentwurfes am 13. März 2008 in Rade zu erscheinen und konstruktiv Stellung zu nehmen.


Herzliche Grüße von einer besorgten Anwohnerin aus Rade
Benutzeravatar
Grille
Forumspräsident
Forumspräsident
 
Beiträge: 1382
Registriert: Mi 13. Feb 2008, 14:59
Wohnort: Rade

Beitragvon MalteKanebley.CDU » Mi 13. Feb 2008, 19:17

Hallo Grille,

ich kann Dir versichern, daß seitens der Politik (übrigens über alle Parteien) größmöglicher Wert auf die Wahrung der Interessen der Anwohner gelegt wird. Das bezieht sich natürlich auf sämtlich Arten von Emissionen (Lärm, Geruch, Licht ...). Und darüber hinaus natürlich auch auf Umweltschutz und vor allem die verkehrliche Lage. Die Anschlussstelle Rade wird mit Sicherheit massiv umgestaltet. In welcher Art steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da werden verschiedene Modelle diskutiert. Im Rahmen des 3-spurigen Ausbaus der A1 ist das ohnehin notwendig.

Schon aus diesem Grund haben wir (CDU) am vergangenen Montag diese Informationsveranstaltung gemacht. Dort ging es hauptsächlich auch darum, daß wir von den Bürgern erfahren, welche konkreten Bedenken und ggf. Wünsche und Lösungsvorschläge vorhanden sind. Wir sind mit einer langen Liste von Vorschlägen nach Hause gegangen und werden diese in die politische Diskussion tragen.

Insg. möchte ich aber auch einmal herausstellen, welche Chance das Gewerbegebiet für die Gemeinde Neu Wulmstorf darstellt. Denn -wie Du richtig schreibst- es sollen die Interessen der Bürger gewahrt werden. Und die Bürger leben in der gesamten Gemeinde.

Die Politik hat eben auch die sehr wichtige Verantwortung dafür zu sorgen, daß die Rahmenbedigungen in der Gemeinde stimmen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist aus meiner Sicht die sozialste aller Maßnahmen. Nur wer Arbeit hat, kann aus eigener Kraft für seinen Lebensunterhalt sorgen.

Gleichfalls muss die Politik dafür sorgen, daß entsprechende Steuereinnahmen vorhanden sind. Die Gewerbesteuer ist eine sehr wichtige Einnahmequelle der Gemeinde. Aus diesen Mitteln werden Dinge wie Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Bäder, Bücherei oder Jugendzentrum bezahlt. Nur mit entsprechenden Steuermitteln können wir uns diese Dinge leisten.

All diese Interessen zum Wohle aller zu vereinen ist jetzt Aufgabe der Politik und genau der stellen wir uns auch. Ich persönlich bin sehr zuversichtlich, daß es uns in Neu Wulmstorf gelingt etwas zum Wohle aller zu schaffen.
MalteKanebley.CDU
 

Beitragvon KarstenWL » Do 14. Feb 2008, 00:27

Erfreuliche Entwicklung finde ich. Wenn die dort wohnenden Menschen aus Geldgier nicht vergessen werden finde ich es um so besser.
Allerdings hoffe ich, dass das neu zu schaffende Gewebegebiet im Norden von NWu jetzt nicht zur Totgeburt verkommt wenn die Firmen erst einmal Wind bekommen von Minenbüttel.
Wieder einmal heißt es Seitens der Politik über den Tellerrand zu blicken und zu prüfen und nicht blind an der bisherigen Entscheidung festzuhalten, nach dem Motto: Beschlossen ist beschlossen.
Tschau

Karsten
Benutzeravatar
KarstenWL
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 1922
Registriert: Fr 16. Feb 2007, 22:47
Wohnort: Neu Wulmstorf

Beitragvon uli80 » Do 14. Feb 2008, 09:59

Hallo Malte,

Diese Aussage überrascht mich aber jetzt sehr:
Die Anschlussstelle Rade wird mit Sicherheit massiv umgestaltet. In welcher Art steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da werden verschiedene Modelle diskutiert.


In allen bisher geführten Gesprächen mit Verwaltung und Politik wurde darauf hingewiesen, dass die Neugestaltung der Abfahrt Rade durch das Straßenbauamt Verden bereits planfestgestellt ist und somit seitens der Gemeinde kaum noch beeinflusst werden kann. Dies wurde auch am Montag noch mal so dargestellt.

Es ist ja gerade einer der wesentlichen Kritikpunkte, dass die Anschlussstelle, so wie sie derzeit geplant ist, das Verkehrsaufkommen der riesigen Logistikparks Mienenbüttel und Wennerstorf gar nicht in einer für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer erträglichen und sicheren Weise aufnehmen kann.

Wenn nun eine Entscheidung noch gar nicht gefallen ist und sogar noch verschiedene Modelle diskutiert werden, frage ich Dich wie die aussehen und warum sie am Montag nicht vorgestellt wurden?

Gruß,
Ulrich Meier
uli80
Neueinsteiger
Neueinsteiger
 
Beiträge: 49
Registriert: Do 3. Mai 2007, 09:28

Beitragvon Bibi » Do 14. Feb 2008, 11:58

Hallo, auch ich war am Montag im Dorfgem.Haus in Rade und seit dem lässt mich das Thema nicht mehr los. Ich habe mich ein bisschen umgehöhrt und jeder spricht anders und alle haben andere Infos. Nur damit ihr das mal gehöhrt habt. Angeblich soll hinter unserem Gewerbegebiet die Fläche nach Hollenstedt auch eingebunden werden.
Das währ ja nochmal so groß, ich mag das garnicht zuende denken...
Sollte das der Warheit entsprechen und die Gemeinde davon wissen, auch darüber möchte ich nicht wirglich nachdenken...
Tatsache ist das ich am Montag auch das Gefühl hatte das man den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht hat und ich kann mir nicht vorstellen das die Belange der Bürger wirglich noch zu aller Zufriedenheit erfüllt werden können. Ich bin sehr gespannt auf den 13.3. und würde gern mit der Bürgerinitiative Kontakt aufnehmen!! Brauche weitere Infos!!
Gruß Bibi
Benutzeravatar
Bibi
Forumspräsident
Forumspräsident
 
Beiträge: 2031
Registriert: Do 14. Feb 2008, 11:47
Wohnort: Rade

Beitragvon uli80 » Do 14. Feb 2008, 12:25

Hallo,

Kontakt zur BI 'Für Mienenbüttel' gibt's unter ...

Gruß,
Ulrich Meier
Zuletzt geändert von uli80 am Do 4. Sep 2008, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.
uli80
Neueinsteiger
Neueinsteiger
 
Beiträge: 49
Registriert: Do 3. Mai 2007, 09:28

Beitragvon MalteKanebley.CDU » Do 14. Feb 2008, 12:35

Hallo Uli,

uli80 hat geschrieben:In allen bisher geführten Gesprächen mit Verwaltung und Politik wurde darauf hingewiesen, dass die Neugestaltung der Abfahrt Rade durch das Straßenbauamt Verden bereits planfestgestellt ist und somit seitens der Gemeinde kaum noch beeinflusst werden kann. Dies wurde auch am Montag noch mal so dargestellt.


Die Betonung liegt hier auf "kaum". Denn wenn eine Sache Fakt ist, dann wohl die, daß die Auffahrt einem erheblichen Verkehrsaufkommen standhalten muss und auch uukunftsfähig sein muss. Dieses zusätzliche Verkehrsaufkommen kommt ja nicht nur aus dem geplanten Gewerbegebiet in Minenebüttel. Halbe Sachen können hier nicht akzeptiert werden.

Wenn es neue Infos gibt, werde ich mich dazu gerne melden. Ich gehe aber davon aus, daß ihr seitens der Bürgerinitiative mindestens genauso eng am Ball seid.

Ich werde mich nächste Woche noch ausführlicher äußern, jetzt muss ich erstmal zum Flughafen und nach Zürich. Der HSV gewinnt schließlich nicht von alleine ;-)
MalteKanebley.CDU
 

Beitragvon Grille » Do 14. Feb 2008, 15:54

MalteKanebley.CDU hat geschrieben:ich kann Dir versichern, daß seitens der Politik (übrigens über alle Parteien) größmöglicher Wert auf die Wahrung der Interessen der Anwohner gelegt wird. Das bezieht sich natürlich auf sämtlich Arten von Emissionen (Lärm, Geruch, Licht ...). Und darüber hinaus natürlich auch auf Umweltschutz und vor allem die verkehrliche Lage. Die Anschlussstelle Rade wird mit Sicherheit massiv umgestaltet. In welcher Art steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, da werden verschiedene Modelle diskutiert. Im Rahmen des 3-spurigen Ausbaus der A1 ist das ohnehin notwendig.


Nachdem, was bei mir am Montag angekommen ist, ist die Planung der Autobahnerweiterung und des Anschlusses in Rade bereits abgeschlossen. Unsere Vorschläge einer Veränderung hierzu wurden zwar aufgenommen, aber mit dem Hinweis, dass hierfür nicht die Gemeinde zuständig ist. Also, wie groß ist der Einfluss tatsächlich, hier noch eine rechtzeitige angemessene Veränderung des Anschlusses zu bewirken?

Insg. möchte ich aber auch einmal herausstellen, welche Chance das Gewerbegebiet für die Gemeinde Neu Wulmstorf darstellt. Denn -wie Du richtig schreibst- es sollen die Interessen der Bürger gewahrt werden. Und die Bürger leben in der gesamten Gemeinde.


Sicher betrifft eine derartige Maßnahme die gesamte Gemeinde, besonders wenn die Kasse damit aufzufüllen ist. Die negativen Auswirkungen allerdings sind immer nur von den direkt betroffenen Anliegern hinzunehmen. In diesem Fall sind es u. a. die komplette Veränderung der Landschaft, Zuwachs von Schwerlastverkehr rund um die Uhr in ungeahntem Ausmaß und mit Sicherheit nicht zuletzt auch der ideelle und materielle Wertverlust der Grundstücke nah der Gewerbeansiedlung.

Ich bin mir hier nicht wirklich sicher, inwieweit die Gemeinde nach Vertragsabschluss mit den Investoren, die auch diverse umweltrechtliche Bedingungen erfüllen sollen, noch in der Lage ist, möglicherweise auch massiv in die Planung einzugreifen, wenn es zum Wohle der Anlieger erforderlich wäre.

Dass die CDU die Veranstaltung am Montag initiiert hat, finde ich beispielhaft, kann aber auch hier nur vermuten, dass dieses auch aus einer gewissen Unsicherheit über die Angemessenheit des Bauvorhabens und aufgrund angekündigter Gegenmaßnahmen aus der Bevölkerung geschah.
Kommunikation ist immer gut, wenn sie rechtzeitig geschieht.

Nachdenkliche Grüße aus Rade

Sabine
Benutzeravatar
Grille
Forumspräsident
Forumspräsident
 
Beiträge: 1382
Registriert: Mi 13. Feb 2008, 14:59
Wohnort: Rade

Beitragvon MalteKanebley.CDU » Di 19. Feb 2008, 22:45

Hallo Sabine,

Grille hat geschrieben:Nachdem, was bei mir am Montag angekommen ist, ist die Planung der Autobahnerweiterung und des Anschlusses in Rade bereits abgeschlossen. Unsere Vorschläge einer Veränderung hierzu wurden zwar aufgenommen, aber mit dem Hinweis, dass hierfür nicht die Gemeinde zuständig ist. Also, wie groß ist der Einfluss tatsächlich, hier noch eine rechtzeitige angemessene Veränderung des Anschlusses zu bewirken?


Tja, wie groß ist der Einfluss der Gemeinde. Schwer zu sagen. Fakt ist, daß der Autobahnanschluss und die gesamte Autobahn zwar durch NW-Gebiet läuft, aber leider nicht unserer Zuständigkeit unterliegt.

Fakt ist aber auch, daß die Anschlusstelle so wie sie jetzt ist nicht bleiben kann und wird. Aus meiner persönlichen Sicht wird auch die bisherige Planung (die in Rade gezeigt wurde) nicht ausreichen. Und das ist unabhängig vom neuen Gewerbegebiet. Wenzendorf/Wennerstorf baut auch Gewerbeflächen. Der Trelder Berg wächst ebenfalls. Hier muss nochmals Druck ausgeübt werden. Und das tut die Neu Wulmstorfer Politik. Und wir werden nicht nachlassen, bis das Ergebnis stimmt.

Grille hat geschrieben:Ich bin mir hier nicht wirklich sicher, inwieweit die Gemeinde nach Vertragsabschluss mit den Investoren, die auch diverse umweltrechtliche Bedingungen erfüllen sollen, noch in der Lage ist, möglicherweise auch massiv in die Planung einzugreifen, wenn es zum Wohle der Anlieger erforderlich wäre.


NACH Abschluss der Planung und Fertigstellung des Bebauungsplanes nicht mehr wirklich viel. Aber glücklicherweise sind wir noch DAVOR. Und deshalb hat sich die CDU für diese sehr frühe Beteiligung der Bürger - noch vor der Vorstellung des Bebeuaungsplanentwurfes - entschieden. Eine richtige Entscheidung wie ich finde. JETZT kann Einfluss ausgeübt werden, daher begrüße ich das Engagement der Bürgerinitiative auch ausdrücklich. Konstruktive Kritik wird fruchten und der Bebauungsplan wird dann nach den Bedürfnissen umgesetzt.

Grille hat geschrieben:Dass die CDU die Veranstaltung am Montag initiiert hat, finde ich beispielhaft, kann aber auch hier nur vermuten, dass dieses auch aus einer gewissen Unsicherheit über die Angemessenheit des Bauvorhabens und aufgrund angekündigter Gegenmaßnahmen aus der Bevölkerung geschah.


Ich habe Dir die Gründe oben genannten. Es geht wirklich darum, daß der Bürger mitbekommt das dort Menschen sind die sich kümmern und nicht einfach irgendwas entscheiden sondern das Gespräch suchen.

Aus meiner Sicht ist die Bürgerinitiative auch keine Gegenmaßnahme, denn sie ist ja nicht gegen das Gewrbegebiet, sondern setzt sich für eine vernünftige Umsetzung unter Wahrung der Interessen der Anwohner ein. Das bewerte ich positiv.

Und eine Unsicherheit bzgl. der Angemessenheit kann ich in unseren Reihen nicht feststellen. Insg. hat der Rat das mit übergroßer Mehrheit beschlossen (ich meine sogar einstimmig, bin aber nicht ganz sicher).
Gewerbeflächen ergeben nunmal leider nur ab gewissen Größenordnungen einen Sinn. Es muss ja wirtschaftlich bleiben.

In diesem Sinne.
MalteKanebley.CDU
 

Beitragvon uli80 » Mi 20. Feb 2008, 11:54

Viele hier haben sicher den großen Bericht in der HAN vom letzten Freitag gelesen. Dazu zwei Anmerkungen:

1. Der HAN lag offensichtlich das Manifest der Bürgerinitiative vor. Es wurde sogar eine Skizze daraus in den Bericht übernommen. Die Bürgerinitiative hat bis zum Erscheinen des Berichtes keinerlei Informationen an die Presse gegeben. Neben den Mitgliedern der Bürgerinitiative selbst, wurde das Manifest an den Bürgermeister, die Fraktionen des Gemeinderats, den Landrat, die Süderelbe AG und den Investor verteilt. Es darf nun spekuliert werden aus welchen Kreisen und vor allem mit welchen Motiven die Unterlagen an die HAN gegeben wurden...

2. Es wurde weiterhin eine Planskizze abgedruckt, die eine mögliche Hallenanordnung und Verkehrsanbindung zeigt. Dieser Plan soll angeblich veraltet sein und das ist gut so! Eine solche Lösung wird niemals die Zustimmung der Mienenbüttler Bürger finden. Die kumulierte Logistikfläche dieser Planung entspricht 8-9 mal der schon stehenden Lidl-Halle in Wennerstorf. Wer auch immer diesen Plan einmal entworfen hat, eines ist sicher: Die Erhaltung der Lebensqualität und damit die Wahrung der Interessen der Bürger Mienenbüttels war nicht sein/ihr Ziel. Das sich, um solche elementaren Dinge wieder in den Fokus der Entscheider zu bringen, erst eine Bürgerintiative bilden muss ist traurig aber wahr.

Gruß,
Ulrich Meier
uli80
Neueinsteiger
Neueinsteiger
 
Beiträge: 49
Registriert: Do 3. Mai 2007, 09:28

Beitragvon Grille » Mi 20. Feb 2008, 15:31

MalteKanebley.CDU hat geschrieben:
Gewerbeflächen ergeben nunmal leider nur ab gewissen Größenordnungen einen Sinn. Es muss ja wirtschaftlich bleiben.


Hallo Malte,

wir reden hier über ca. 100 Hektar, Rade und Wennerstorf zusammengenommen. Ganz zu schweigen von all den weiteren z. Zt. geplanten Gewerbegebieten im Landkreis (Heidenau, Thieshope, Winsen, etc.).

Lt. W. Seyer, WLH, ist der Flächenbedarf von Logistikunternehmen im Landkreis z. Zt. riesig. Er plädiert für einen Logistikschwerpunkt an der A1 in Rade und will ansonsten kein weiteres Güterverkehrszentrum im Landkreis. (aus der Beilage Februar 2008, Kreiszeitung Wochenblatt) Wirtschaftlich geht sicher auch kleiner, ohne derartige Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung und nicht auf Kosten der Mienenbütteler und Rade Anwohner.

Ob der "große Erfolg" der WLH und der Süderelbe AG, die fortgeführte Ausweisung und Vermarktung von Gewerbegebieten in unserer Region, ein Segen für die Bürger sein wird, bezweifle ich sehr.


uli80 hat geschrieben:2. Es wurde weiterhin eine Planskizze abgedruckt, die eine mögliche Hallenanordnung und Verkehrsanbindung zeigt. Dieser Plan soll angeblich veraltet sein und das ist gut so! Eine solche Lösung wird niemals die Zustimmung der Mienenbüttler Bürger finden. Die kumulierte Logistikfläche dieser Planung entspricht 8-9 mal der schon stehenden Lidl-Halle in Wennerstorf.


Hallo Uli,

ich denke, dass wir uns auf einen ähnlichen Plan einstellen können, denn für ein "GÜTERVERKEHRSZENTRUM" wird es kaum eine kleinere Lösung geben.
Daher bin ich sehr froh, dass diese BI existiert und hoffe, dass sich noch mehr Bürger Eurer Initiative anschliessen.
Benutzeravatar
Grille
Forumspräsident
Forumspräsident
 
Beiträge: 1382
Registriert: Mi 13. Feb 2008, 14:59
Wohnort: Rade

Beitragvon MalteKanebley.CDU » Mi 20. Feb 2008, 15:44

Hallo Grille,

Grille hat geschrieben:Ob der "große Erfolg" der WLH und der Süderelbe AG, die fortgeführte Ausweisung und Vermarktung von Gewerbegebieten in unserer Region, ein Segen für die Bürger sein wird, bezweifle ich sehr.


Tja was soll ich sagen. Es ist immer ein zweischneidiges Schwert. Natürlich wird es für die direkten Anwohner keine Verbesserung der Wohnqualität. Aber -wie beschrieben- es soll verträglich sein. Dafür reden wir schließlich.

Ich möchte aber ein paar Denkanstöße geben, die natürlich sehr populistisch sind:

1. Ich persönlich möchte nicht neben irgendeiner Art von Kraftwerk leben. Aber ich hätte sehr gerne weiterhin Strom aus der Steckdose.

2. Ich persönlich bin vom zunehmenden (LKW-)Verkehr genervt. Aber ich würde sehr gerne sehen, daß ich weiterhin Waren im Supermarkt einkaufen kann.

Bitte nicht wörtlich kommentieren. Das die beiden Punkte angreifbar sind, weiss ich auch. Es geht lediglich darum sich dieses mal vor Augen zu halten.

Wir sprechen von Schaffung von Arbeitsplätzen. Und gibt es etwas Sozialeres als deren Schaffung ? Mir würde nichts einfallen. Wir alle haben (hoffentlich) einen Arbeitsplatz der vielleicht jemand anderen stört. Denken wir mal an die vielen Menschen aus der Region die bei Airbus arbeiten. Von denen wird vermutlich niemand gegen die Verlängerung der Startbahn gewesen sein, weil sie ja den eigenen Arbeitsplatz sichert. Und was ist mit den Bürgern von Neuenfelde?


Die Kunst ist, daß wir die Geschichte in einem Rahmen hinbekommen, der für alle Anwohner verträglich ist. Und daran wird gearbeitet. In Zusammenarbeit mit der BI.
MalteKanebley.CDU
 

Beitragvon Grille » Do 21. Feb 2008, 17:42

Aus der HAN von heute:

Mienenbüttel: Die Spannung steigt

Mienenbüttel/Neu Wulmstorf (cm). Die laut Gemeinde angeblich "nicht mehr aktuellen" Pläne für die Logistik-Ansiedlung im 80 Hektar großen Gewerbegebiet Mienenbüttel, die am vergangenen Freitag erstmals in den HAN zu sehen waren, sind wohl doch nicht so "alt", wie die Verwaltung in ihrer eiligen Stellungnahme behauptet hat. Dem Rat zumindest liegen bis heute keine anderen Pläne vor als der gezeigte Entwurf, der den Präsentationsunterlagen der Habacker Holding für ihren "LogPark Hamburg" entstammt.
Auf HAN-Anfrage, dann doch bitte die aktuellen Pläne zeigen zu dürfen, teilt die Gemeinde jetzt mit, dass "aktuelle Pläne gerade erarbeitet/erstellt werden". Diese würden "wahrscheinlich nicht vor dem 13. März fertig" dem Tag, an dem sie bei der frühzeitigen Bürgerbeteiligung öffentlich vorgestellt werden sollen.
Benutzeravatar
Grille
Forumspräsident
Forumspräsident
 
Beiträge: 1382
Registriert: Mi 13. Feb 2008, 14:59
Wohnort: Rade

B-Plan Gewerbegebiet

Beitragvon gärtnermax » Mo 17. Mär 2008, 16:23

:shock:
Hallo liebe besorgte Bürger,
hab heute zufällig den Bericht mit dem Plan in der Zeitung gelesen. Ich wohne zwar nicht dort und bin nicht unmittelbar betroffen, aber den Plan find ich schon hammerhart. Ich denke, ich darf das kommentieren, weil ich beruflich schon viele B-Pläne erstellt habe, auch für große Gewerbegebiete. Es ist halt ein grundsätzlicher Unterschied, ob eine Kommune einen B-Plan von einem fachlich versierten Büro mit interdisziplinärer Planung (d.h. wo möglichst alle Aspekte abgewogen und sinnvoll zusammengeführt werden) erstellen läßt, oder von einem Investor, der logischerweise nur seine Interessen im Vordergrund sieht.
Es fehlt hier m. E. an Analysen über die Auswirkungen auf den Ort und die Landschaft. Das im Plan dargestellte Grün ist als Puffer zu den Wohngebieten keinesfalls ausreichend und wirklich nur die "unterste Schamgrenze"!
Letztlich geht es doch um die Frage, wie viel Lebensqualität man bereit ist zu opfern und - auf Seiten der Investoren: wie viel Ausgleich ist man bereit, für einen solch massiven Eingriff zu leisten?
gärtnermax
Neueinsteiger
Neueinsteiger
 
Beiträge: 3
Registriert: Mo 17. Mär 2008, 16:08

Nächste

Zurück zu Aktuelle Nachrichten aus Neu Wulmstorf

 


  • Related topics
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron