EU Fahrgastrechte im Flugverkehr, miese Erfahrung mit SWISS

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EU Fahrgastrechte im Flugverkehr, miese Erfahrung mit SWISS

Beitragvon Knebuschstieg » So 15. Jan 2012, 22:03

Hallo Leute,

ich muss mich mal austauschen über unsere Erfahrungen der SWISS und den Fluggastrechten. Vielleicht hat jemand von Euch hilfreiche Erfahrungen damit.

Meine Frau wollte von Basel nach Hamburg fliegen. Der Flug der Swiss wurde wegen technischer Mängel annuliert. Ein Ersatzhotel in Basel wurde angeblich nicht gefunden, daher sollte es nach Mulhouse gehen. Bis dahin wurde meine Frau mit Baby jedoch am Flughafen alleine gelassen, Sie wurde weder (wie mir von der SWISS-Hottline am Telefon versprochen "machen Sie sich keine Sorgen Frauen mit Babys werden natürlich bevorzugt behandelt")) bevorzugt behandelt (es war bereits 21:00 Uhr) noch irgendwie nach Ihren Bedürfnissen gefragt. Einzig den netten Mitreisenden war es zu verdanken, dass sie dann doch als erste zum Hotel fahren durften. Dort gab es dann natürlich weder Baby-Bett noch sonstige Notwendigkeiten und es hat die Swiss auch nicht interessiert. Beim Ersatzflug dann das gleiche...egal dass da eine Frau mit Baby reist...Eine Woche nach dem Flug hat meine Frau dann wie vorgeschrieben das EU-Fluggastrechte-Formular ausgefüllt, um die 250,- Schadenersatz zu erhalten, es wird dort auf der Verbraucherseite explizit darauf ingewiesen, dass man neben der notwendigen Unterkunft diesen Anspruch hat, gerade dann, wenn ein technischer Defekt vorliegt (anders hätte es bei Unwetter ausgesehen, was auch korrekt ist, denn dafür kann die Fluggesellschaft nichts). Die Swiss hat aber vorerst abgelehnt, mit dem Hinweis, dass sie für den technischen Defekt nichts könne!? Ja wofür dann überhaupt? Der Einspruch gegen diesen Witz läuft noch. Nebenbei muss erwähnt werden, dass ich meine Frau in Hamburg abholen wollte, mir aber niemand sagen konnte bei der SWISS, wo sie denn nun ist. Erst beim Vierten Ansprechpartner und durch Anschreien am Telfon konnte mir dann die Hotline aus SÜDAFRIKA eine Auskunft geben, eine Minute bevor mich meine FRau aus dem Hotel anrufen konnte. Also, nie wieder die herzlose SWISS. Was mich am meisten wundert mit welcher Dreistigkeit hier von SWISS einfach der Schadenersatz abgelehnt wird. Es wird überalle geschrieben, dass technische Defekte den Fluggesellschaften zuzurechnen sind und die SWISS hier zahlen muss, die SWISS tut es aber einfach nicht!?
Danke für das Feedback
K.

Ein Text über die Fluggastrechte hier: http://www.finanztip.de/recht/reiserech ... rechte.htm
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Re: EU Fahrgastrechte im Flugverkehr, miese Erfahrung mit SWISS

Beitragvon Knebuschstieg » Di 17. Jan 2012, 19:05

Ich habe gerade eine zweite Absage der SWISS bekommen. Aufgrund der Flugsicherheit wurde der Flug annuliert und deshalb könne die SWISS nichts dafür. Komischerweise sprach man in der ersten Absage und am Flughafen von einem technischen Defekt und ein anderer Flieger von Easy Jet konnte von Basel nach Hamburg fliegen...Gauner bei der SWISS. Na ja...ich bin angefixt und probiere jetzt mal aus, was unsere Europäischen Kommission so als Durchsetzung der Fahrgastrechte empfiehlt. Ein Schreiben and die "National Enforcement Bodies". In meinem Fall die "Office Fédéral de l'Aviation Civile" (also das Pendant zum Luftfahrtbundesamt). Ich bin gespannt und werde berichten, ob es sich lohnt oder ob die Fahrgastrechte für die Tonne sind...

K.
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Re: EU Fahrgastrechte im Flugverkehr, miese Erfahrung mit SWISS

Beitragvon Knoth » Di 17. Jan 2012, 19:37

Hallo Knebuschstieg,
ich habe so etwas ähnliches mit der Fluggesellschaft KLM (Amsterdamm) im Februar letzten Jahres erlebt.
Es war zur Abflugzeit Hamburger Flughafen gar keine Maschine da, die uns nach Amsterdamm bringen sollte.
Es mußte erst eine Maschine aus Amsterdamm kommen um uns abzuholen.
Mit reichlich Verspätung sind wir schließlich dann abgeflogen. Aber die Maschine, die uns nach Bergen bringen sollte, war inzwischen ohne uns abgeflogen.
Wir hatten dann 8 Stunden Aufenthalt in Amsterdamm. Dafür gab es großzügigerweise einen 1o Euro Verzehrbon. Wofür ich mir gerade zwei Becher Kaffee am Flughhafen kaufen konnte.
Als Entschädigung bekam jeder einen 5o,oo Euro Gutschrift für die nächste Flugreise mit KLM, den ich bereits längst vernichtet habe.
Wir waren ca. 3o Leute von einer Reisegesellschaft. Das Schiff Hurtigrute ab Bergen sollte um ca. 2o:3o Uhr ablegen.
Nach vielen Gesprächen hin und her was nun wird. Der Kapitän hat auf uns gewartet und hat um 23:3o im Hafen Bergen abgelegt.
Letztendlich war es aber dann doch eine schöne 12 tägige Reise.
Viele Grüße H. K.
Knoth
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