Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

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Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon D-Buddi » Sa 2. Jan 2016, 19:51

In letzter Zeit habe ich das Gefühl in Neu Wulmstorf gerät etwas in Schieflage!

Bei uns im Süden begann die Silvester-Knallerei bereits am 1.12. und das wirklich jeden Tag, meist gegen 17.00 Uhr zur Dämmerung. Da uns das nun doch etwas arg früh war meldeten wir uns mehrfach bei der Polizei die sich darum kümmern wollte. Gebracht hat es exakt gar nichts, es ging wirklich jeden Tag zur gleichen Zeit weiter ohne einen Tag auszulassen, wirklich nervig wenn man am nächsten Tag arbeiten muss.

Gerade in letzter Zeit hatte ich immer öfter das Problem mit Hunden die nicht gehorchen und auch nicht an der Leine geführt wurden. Kurz und gut, Halter mit Hund völlig überfordert und es kam ab und an zu sehr unangenehmen Begegnungen. Bei den meisten Haltern eigentlich kein Problem, aber auch nicht so wenige können gar nicht verstehen wenn man halt nicht so froh ist einen bellenden hüfthohen Hund auf sich zulaufen zu sehen. Und selbst wenn man durchaus mit höflichem Ton und Worten darum bittet den Hund doch von einem fern zu halten kann man mit hoher Sicherheit mit übler Pöbelei rechnen. Nachfragen bei der Gemeinde brachten nix, eher so die Andeutung es gäbe nicht genug Personal.

Wozu dann erstaunlicherweise scheinbar reichlich Personal vorhanden ist? Dafür durch die Strassen zu laufen und plötzlich festzustellen (bei über 50 Jahre alten Häusern) das irgendeine Vorschrift eine Verrieselung vorschreibt. Da reicht es sogar noch Bilder vom Hof zu machen, wow! Dann ein Schreiben mit der Aufforderung die Verrieselung innerhalb von ACHT Wochen einbauen zu lassen. Und das im November, tolle Jahreszeit für so eine Frist...

Sorry, aber habe ich früher die Gemeinde immer gerne gelobt weil ich überwiegend das Gefühlt hatte dass sie für ihre Bürger da ist frage ich mich mittlerweile wirklich ob da ein Umdenken ins Negative statt gefunden hat...

MfG Jörg
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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon HSV-FAN » Di 5. Jan 2016, 00:49

Das mit dem Knallen, kann man unterschreiben, dass mit den Hunden halte ich allerdings für sehr übertrieben. Hört sich ein wenig nach Hundehasser an! :shock:
Liebe Grüße an alle HSV-Fans und natürlich an die Hundefreunde!
HSV-FAN
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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon michi.krause » Di 5. Jan 2016, 13:22

Das die restlichen Böller vom Vorjahr im Dezember aus der Schublade geholt und ausprobiert werden, ist nichts Neues, passiert jedes Jahr überall. Aber vielleicht findet sich in den Ratsfraktionen jemand, der den Antrag stellt, die Gemeinde mit Richtmikrofonen auszustatten und ab Anfang Dezember im Süden der Gemeinde Patroullie laufen zu lassen. Normalerweise ist es schwierig, für sowas eine Mehrheit zu bekommen, aber eine nahe Kommunalwahl macht vieles möglich.

Als regelmäßiger Spaziergänger habe ich mit freilaufenden Hunden nie Probleme gehabt, liegt vielleicht auch daran, dass mich die Hunde gut riechen können und in der Regel auch gut gehorchen.
Das Anleinen ist in meinen Augen nur was für Menschen, die nicht mit Hunden umgehen können.

Hinweise zur Verletzung von Vorschriften kommen nach meiner Erfahrung eher von den netten Nachbarn als von Gemeinde-Kontrolletties, die für sowas gar keine Zeit haben, siehe Haushaltsberatungen und Stellenplan der Gemeinde. Und Infos mit Fotos sind heute per Handy schnell verschickt - gerade dann, wenn man möglicherweise nicht gerade zu den beliebtesten Zeitgenossen gehört.

Nach Recht und Gesetz ist die Gemeinde für die Bürger da, allerdings kann sie es leider nicht jedem recht machen und über Art und Weise und ihre Präferenzen lässt sich sicher streiten. Aber alles in allem würde ich durchaus behaupten, dass sie sich redlich Mühe geben, ihren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, der im übrigen im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz nachlesbar ist. Und jedem Bürger, der daran Zweifel hegt, steht jederzeit der Rechts- oder Beschwerdeweg offen. Am einfachsten geht es über das Bürger-Tipps-Portal auf der Gemeinde-Internetseite, siehe

https://buergertipps.neu-wulmstorf.de/c ... start.html - ganz öffentlich, einfach mal ausprobieren!

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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon KarstenWL » Mi 6. Jan 2016, 00:45

Lieber MIchi und HSV FAN,
dem Resumee der Knallerei schließe ich mich an. Shit happens vor Silvester und aus meiner Sicht sogar sehr viel weniger, als ich noch Kind war. Hach war das schön aufregend damals als sich die "Alten" aufgeregt haben und die Polizei genauso ohnmächtig war wie heute.

Das Thema Hund sehe ich allerdings genauso wie Jörg. Zufällig weiß ich, dass wir das gleiche Hobby betreiben, wo wir häufiger als der Otto Normalverbraucher im Wald unterwegs sind. Ich will nicht verschweigen, dass ich mehr als einen gehörigen Respekt vor Tieren habe. Besonders vor Tieren, die in unbekannter Absicht auf mich zu kommen. DAS können offensichtlich SEHR viele Hundebesitzer überhaupt nicht verstehen und reagieren "angepisst" wenn man seinen Unmut Kund tut, dass das Tier angeleint werden sollte. Das hat überhaupt nichts mit Hundehasser oder sondergleichen zu tun, denn ich bin ebenfalls häufiger mit Hundebesitzern unterwegs, deren Tiere ich mag und kenne (glaube ich).
Jetzt meine Frage: Was um alles in der Welt gibt Hundebesitzern das Recht sich dem Recht überzuordnen, anderen Spaziergängern einen unbeschwerten Spaziergang zu ermöglichen? Meine bisherige Erklärung: Blanker Egoismus, gegen den wirklich vorgegangen werden muss.
Allerdings: Die Lobby der Hundebesitzer ist doch groß genug. Warum setzt sich dort smartes Understatement nicht durch? Ich konnte doch beobachten, dass es besser geworden ist (aus Sicht der Nichthundebesitzer). Redet man nicht miteinander? Färbt es nicht ab, dass wir nicht mehr im wilden Westen leben wo man auf "wilde" (einige freilaufende Hunde benehmen sich wirklich so) Tiere trifft?
Aufgefordert sind leider immer noch einige Hundebesitzer einmal nachzudenken, denn kein Spaziergänger geht einen Hund an. Ich habe fertig :wink:

Sorry Michi, dass ich deinen Rechtshinweis so arglos vernachlässige, aber diesen, von dir angemerkten Auftrag der Gemeinde, stehe ich ebenso kritisch gegenüber. Selbstdisziplin und Ächtung von Gleichgesinnten bei Fehlverhalten in der Hundehaltung führen hier zum Ziel, behaupte ich. Der Rechtsweg (typisch deutsch?) steht natürlich immer offen.
Tschau

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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon D-Buddi » Mi 6. Jan 2016, 19:05

michi.krause hat geschrieben:Das die restlichen Böller vom Vorjahr im Dezember aus der Schublade geholt und ausprobiert werden, ist nichts Neues, passiert jedes Jahr überall.
danach nur provokanter sinnbefreiter Text

Also dass es bereits am 1. Dezember los geht kenne ich so nicht. Und nur weil etwas immer wieder gemacht wird ist es automatisch ok? Warum werden dann überhaupt Regeln gemacht?

michi.krause hat geschrieben:Als regelmäßiger Spaziergänger habe ich mit freilaufenden Hunden nie Probleme gehabt, liegt vielleicht auch daran, dass mich die Hunde gut riechen können und in der Regel auch gut gehorchen.


schon im nächsten Post zeigt sich dass deine Erfahrung wohl nicht unbedingt Standard ist!? Keine Ahnung wie du riechen magst, aber wenn du meinst daran könnte es liegen...

michi.krause hat geschrieben:Hinweise zur Verletzung von Vorschriften kommen nach meiner Erfahrung eher von den netten Nachbarn als von Gemeinde-Kontrolletties, die für sowas gar keine Zeit haben, siehe Haushaltsberatungen und Stellenplan der Gemeinde. Und Infos mit Fotos sind heute per Handy schnell verschickt - gerade dann, wenn man möglicherweise nicht gerade zu den beliebtesten Zeitgenossen gehört.
oder kurz der Versuch der Diffamierung

dann hat da glatt einer den gesamten Strassenzug an die Gemeinde gemeldet, vermutlich wohnen hier nur unbeliebte Zeitgenossen? Oder man hat seine eigene Sicht weil man lediglich selber eher unbeliebt ist?! Tja, man weiß es nicht.

Wir können ja gerne diskutieren, Stammtisch-Gepöbel das versucht wird unauffällig anzubringen wird aber sicher niemandem wirklich helfen...
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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon michi.krause » Do 7. Jan 2016, 14:20

KarstenWL hat geschrieben:der Versuch der Diffamierung


Sorry, wollte niemanden diffamieren, sollte nur als Idee verstanden werden. Ich selbst bin auch nicht "everybody's darling" - da passiert sowas. Manche nachbarschaftlichen Spannungen lassen sich auch nach mehrmaligen Versuchen leider nicht abbauen. Aber hier liegen die Dinge offensichtlich anders, kann ich natürlich nicht wissen.

Von Stammtisch-Gepöbel halte ich auch nichts, sollte es auch nicht sein. Ist aber auch eine Frage der Wahrnehmung oder auch der ungeschickten Formulierung. Auf jeden Fall danke für den Hinweis, werde es beherzigen.

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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon schilda » Sa 16. Jan 2016, 15:41

Gemeinde könnte so schön sein, wenn der Bürger nicht wäre.
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Re: Ist die Gemeinde für oder gegen Bürger?

Beitragvon HSV-FAN » Mi 20. Jan 2016, 16:43

D-Buddi hat geschrieben:In letzter Zeit habe ich das Gefühl in Neu Wulmstorf gerät etwas in Schieflage!



Gerade in letzter Zeit hatte ich immer öfter das Problem mit Hunden die nicht gehorchen und auch nicht an der Leine geführt wurden. Kurz und gut, Halter mit Hund völlig überfordert und es kam ab und an zu sehr unangenehmen Begegnungen. Bei den meisten Haltern eigentlich kein Problem, aber auch nicht so wenige können gar nicht verstehen wenn man halt nicht so froh ist einen bellenden hüfthohen Hund auf sich zulaufen zu sehen. Und selbst wenn man durchaus mit höflichem Ton und Worten darum bittet den Hund doch von einem fern zu halten kann man mit hoher Sicherheit mit übler Pöbelei rechnen. Nachfragen bei der Gemeinde brachten nix, eher so die Andeutung es gäbe nicht genug Personal.

MfG Jörg


Jörg, die überwiegende Anzahl der Hundebesitzer die ich kenne und das sind reichlich, haben die Prüfung zur Leinenbefreiung abgelegt!
Liebe Grüße an alle HSV-Fans und natürlich an die Hundefreunde!
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