Bäderlandschaft

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Bäderlandschaft

Beitragvon Sherlock » Mi 26. Apr 2017, 10:26

Werte Damen und Herren:

Heute Abend wird im Sport- und Kulturauschuss das Konzept zur Bäderlandschaft vorgestellt:
Sitzungsvorlage hat geschrieben:Der Restbuchwert für das Freibad beträgt zum 31.12.2017 = 1.224.199,30 € und der Restbuchwert für das Hallenbadbad unter Berücksichtigung der abzuschreibenden Zuschüsse beträgt zum 31.12.2017 = 627.741,14 €.

Sollte ein Bad oder beide Bäder aufgegeben werden, sind entsprechende Summen über eine Sonderabschreibung abzusetzen. Das gilt auch, wenn beide Bäder aufgegeben und ein neues kombiniertes Bad gebaut werden soll.
Quelle:

Tagesordnung


Mit verbindlichen Grüßen

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Re: Bäderlandschaft

Beitragvon Robin Hut » Fr 28. Apr 2017, 14:30

Hallo Bürgerfreunde!

=>Retnüg: Wo bleibt das Protokoll?

Die Zeitung hat bereits berichtet!

''Karla Kolumna'' hat geschrieben:Die Tage der Neu Wulmstorfer Bäder sind gezählt

Das im Juni 1962 eröffnete Freibad in seinen Anfangsjahren. In ihren Grundzügen ist die Anlage bis heute gleich geblieben.
Foto Gemeindearchiv

Von Claudia Michaelis
NEU WULMSTORF. Neu Wulmstorfs Bäderlandschaft steht vor einem gewaltigen Umbruch. Freibad und Hallenbad zu sanieren, halten Experten für nicht mehr sinnvoll. Sie raten zum Neubau eines Kombi-Bads für den Ganzjahresbetrieb. Varianten reichen von 7 bis 14 Millionen Euro.

Es ist eine harte und vor allem teure Nuss, die Neu Wulmstorfs Politik in den nächsten Monaten knacken muss. Das Konzept für die Zukunft der Bäder in der Gemeinde, das Neu Wulmstorf angesichts des hohen Sanierungsbedarfs und der immensen Betriebskosten seiner beiden alten Bäder in Auftrag gegeben hatte, liegt jetzt vor und empfiehlt, was zu erwarten war: die beiden alten Bäder aufzugeben und stattdessen ein modernes Ganzjahresbad neu zu bauen. Dorthin gehen auch die ersten Tendenzen der Politiker, denen die auf Bäder spezialisierte Unternehmensberatung Prova GmbH aus Hamm ihre umfangreiche Untersuchung jetzt im Jugend- und Sportausschuss vorgestellt hat.

In ihrer Analyse, die sich die Gemeinde 25 000 Euro hat kosten lassen, hat die Prova, die selbst bundesweit elf Bäder betreibt, beide Bäder unter verschiedenen Gesichtspunkten unter die Lupe genommen, Nutzer befragt und Wirtschaftlichkeitsberechnungen angestellt. Eine Erkenntnis: Sowohl beim Schul- als auch beim Vereinsschwimmen, den beiden größten Nutzergruppen, seien beide Bäder nicht ausgelastet. 18 400 Schüler und 12 654 Vereinsschwimmer nutzen demnach pro Jahr das Hallenbad, mit derzeit jeweils 6,6 Schwimmern pro Übungseinheit ließe sich das Bad noch besser auslasten, rechnete Frank Rose, Geschäftsführer der Prova, den Politikern vor. Auch das Freibad mit seinen 2600 Quadratmetern Wasserfläche könnte nach den heute geltenden Parametern 180 000 Badegäste im Jahr aufnehmen. De facto kommen aber nur 33 000 Besucher, für die nach den Berechnungen der Gutachter eine Wasserfläche von 500 Quadratmetern ausreichend wäre.

Bei der Besucherbefragung sei vor allem die zweiwöchige Schließungszeit zwischen der Freibad- und der Hallenbadsaison negativ angemerkt worden. Positiv sei das nette Bäderpersonal erwähnt worden. Die schöne Lage, die große Liegewiese und das 50-Meter-Becken seien im Freibad positiv genannt worden, vielen sei aber das Wasser zu kalt.

Mit den Eintrittspreisen von 3,50 Euro im Hallenbad liegt Neu Wulmstorf im Mittelfeld, die 1,50 Euro für Kinder liegen dagegen weit unter dem Schnitt. Statt eines Deckungsgrads von 35 Prozent, die ein solches Bad haben sollte, liegt Neu Wulmstorf nur bei 28,79 Prozent. Die Gutachter empfehlen daher, auch am Konzept für die Eintrittspreise zu arbeiten.

Der größte Knackpunkt aber ist das Geld, das in beide Bäder in den nächsten Jahren investiert werden müsste. Unter dem Strich müsste die Gemeinde laut der Studie in beide Bäder insgesamt sechs Millionen Euro stecken, hätte dann aber immer noch keine modernen Bäder, sondern weiterhin „ein Pferd, das hinkt“, so Rose. Hinzu kommt, was auch die Gemeinde schon länger mit Sorge sieht: Beide Bäder machen derzeit beim Betriebsergebnis jedes Jahr ein sattes Minus von 648 000 Euro.

Das Fazit der Gutachter: Bei einem Neubau wären die Investitionskosten zwar erheblich höher, dafür wäre die Anlage dann aber auf dem Stand der Technik, böte den Besuchern ein attraktives Angebot rund ums Jahr, und durch Umsatzsteigerungen bei Eintritt, Gastronomie und Shop könnte auch der Kostendeckungsgrad verbessert werden.

Für die Variante Neubau eines Kombi-Bads haben die Gutachter der Gemeinde zwei Varianten präsentiert: Eine schlichte Lösung mit einem 25-Meter-Sportbecken und einem 25-Meter-Mehrzweckbecken, die auf 7,15 Millionen Euro netto kommen würde, und eine Luxus-Spaßbad-Variante mit Sole-Außenbecken und „Massagestrecke“, Kinderwelt und Saunen, die auf 14 Millionen Euro netto kommt.

Im Grunde komme angesichts dieser Erkenntnisse nur ein Neubau infrage, resümierte CDU-Ratsherr Gerhard Peters nach der Präsentation. Ein Erlebnisbad in Neu Wulmstorf zu haben, wäre zwar schön, doch es gebe schon einige im Umfeld, und die Politik müsse sich nun fragen, was ihr wichtig sei. Und das sei in erster Linie das Schwimmenlernen und das Schwimmen.

UWG-Fraktionschef und Sportausschussvorsitzender Jan Lüdemann hält die Variante der schlichteren Kombibad-Lösung an einem neuen Standort für das, was die Gemeinde tun sollte. Das jetzige Freibadgelände könne für Wohnbebauung genutzt werden, und mit dem Verkaufserlös könne die Gemeinde an einem neuen Standort im Süden, sinnvollerweise in der Nähe der Sportanlagen, das neue Kombi-Bad bauen, regt Lüdemann an. Jetzt werden die Fraktionen erst einmal eingehend beraten, im Juni will der Fachausschuss dann abermals zum Thema tagen.

http://www.tageblatt.de/lokales/suedliche-metropolregion_artikel,-Die-Tage-der-Neu-Wulmstorfer-Baeder-sind-gezaehlt-_arid,1291666.html


Gruß

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Bäderlandschaft

Beitragvon Sherlock » Do 24. Aug 2017, 13:05

Sherlock hat geschrieben:Werte Damen und Herren:

Heute Abend wird im Gemeinderat das Konzept zur Bäderlandschaft beschlossen:




Mit verbindlichen Grüßen

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Re: Bäderlandschaft

Beitragvon KarstenWL » Fr 8. Sep 2017, 23:51

Hmmm, bin ich der einzige, der den Beschluss nicht angezeigt bekommt?
Tschau

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Re: Bäderlandschaft

Beitragvon Dino » Sa 9. Sep 2017, 11:35

Moin, moin!

Das Hallenbad in Neugraben wurde gerade aufwendig saniert!
Das nennt man wohl vollendete Tatsachen, oder glaubt jemand, das "Bäderland" saniert
und dann abreißt und mit Neu Wulmstorf neu baut?
Ein länderübergreifendes Konzept sieht anders aus!
Hamburg plant mit Voßhusen auf Augenhöhe?
Träumt ruhig weiter...

Mit freundlichen Grüßen
Dino
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Re: Bäderlandschaft

Beitragvon KarstenWL » Sa 9. Sep 2017, 23:56

Hi Dino,
und du glaubst, dass die Länder miteinander reden? Im Leben nicht. Da wird höchstens beobachtet und darauf geschlossen, was die anderen und die eigenen, nächsten Aktionen sind.Ich denke es wird keinen Einfluss auf einen Neubau bei uns haben, denn das Neugrabener Bad ist ein Altbau, der in seinen Abmessungen modernisiert wurde. Ein echter Neubau wird sicher völlig anders aussehen, wenn wir keinen übrig gebliebenen Architekten aus der DDR engagieren, weil der so schön billig ist.
Ein kombiniertes Bad mit entsprechender Freifläche und ein wenig Spaßfaktor wäre der Knaller in Neu Wulmstorf. Hollenstedt hat es doch vor ein paar Jahren vorgemacht. Ich denke, besonders auf die Neubaugebiete hier und im Grenzgebiet von Hamburg, wäre hier auf Jahrzehnte der Umsatz gesichert. Der Platz des jetzigen Freibads scheint mir dafür ideal zu sein.
Tschau

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Re: Bäderlandschaft

Beitragvon Dino » So 10. Sep 2017, 09:29

Hallo,
es ist richtig richtig neu zu planen!
Doch mit Hamburg zu planen halte ich für schwierig.
Man sieht ja das "Bäderland" nicht bereit ist sich etwas anzuhören,
da wird das Bad in Neugraben modernisiert.
Natürlich sollte man die Region Neu Wulmstorf, Sandbek, Fischbek, Neugraben als ganzes sehen, aber
in Hamburg regieren eben arrogante Pfeffersäcke...
Genau das hörte sich von Neu Wulmstorfer Politikern anders an :"Wir planen gemeinsam mit Hamburg..."
Dazu meine Bemerkung: "Träumt weiter!"
Mit freundlichen Grüßen
Dino
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